
Der Verkehrsausschuss hat in seiner Sitzung am Donnerstag, 26. März 2026, den Trassenverlauf der geplanten Stadt-Umland-Bahn (StUB) zwischen „Am Wegfeld“ und der Stadtgrenze sowie der Radschnellverbindung zwischen Boxdorf und der Stadtgrenze beschlossen. Im nächsten Schritt soll der Zweckverband StUB das Planfeststellungsverfahren bei der Regierung von Mittelfranken beantragen. Dieses ist für das zweite Halbjahr 2026 vorgesehen, teilt die Stadt Nürnberg mit.
Die StUB wird Nürnberg, Erlangen und Herzogenaurach miteinander verbinden und die bestehende Straßenbahn vom bisherigen Endpunkt „Am Wegfeld“ über Erlangen bis nach Herzogenaurach verlängern. Ziel des Projekts ist ein schnelles, zuverlässiges und umweltfreundliches Verkehrsmittel, das Wohn-, Arbeits- und Wissenschaftsstandorte in der Region besser vernetzt.
„Die StUB wird die Attraktivität der Metropolregion steigern. Sie wird Straßen entlasten, die Verbindungen im Großraum verbessern und moderne Mobilität für alle entscheidend voranbringen. Auch bisher schlechter angebundene Gebiete in Nürnbergs Norden werden davon entscheidend profitieren“, erklärt Planungs- und Baureferent Daniel F. Ulrich.
Haltestellen und Streckenverlauf der StUB in Nürnberg
Die Strecke verläuft von „Am Wegfeld“ bis Boxdorf östlich der Erlanger Straße (B4). In Boxdorf wechselt die Trasse auf die Westseite der B4, quert die Würzburger Straße und führt über eine Brücke über die Gründlach. An der Stadtgrenze bei Reutles sind eine Haltestelle mit Park-&-Ride-Parkhaus, ein kleiner Busbahnhof als Umsteigepunkt, ein Bäckereikiosk und Fahrradabstellplätze geplant. Danach überquert die StUB die Autobahn A3 und setzt ihren Weg Richtung Erlangen fort.
Seit 2016 arbeiten Nürnberg, Erlangen und Herzogenaurach im Zweckverband StUB an dem Großprojekt. Die Vorentwurfsplanung wurde bereits im Dezember 2020 vom Verkehrsausschuss beschlossen, die detaillierten Planungen der Trassen in den letzten Jahren kontinuierlich mit umfangreicher Öffentlichkeitsbeteiligung weiterentwickelt. Mit der Zustimmung des Verkehrsausschusses stehe die aktuelle Entwurfsplanung nun fest, erklärt Ulrich. „Damit haben wir nun auch Gewissheit über die Lage der Haltestellen, die konkrete Gleisführung sowie die Sonderbauwerke, wie zum Beispiel Brücken.“
Auch Radschnellverbindung zwischen Nürnberg und Erlangen geplant
Parallel zur StUB entsteht eine moderne Radschnellverbindung zwischen Nürnberg und Erlangen. Der beschlossene Abschnitt verläuft ab Boxdorf weitgehend westlich der B4 und entspricht den bundesweiten Standards für Radschnellwege. Der südliche Abschnitt von Boxdorf wird in einem eigenen Verfahren beantragt und dem Verkehrsausschuss separat vorgelegt. Bei der Planung sind StUB und Radschnellverbindung eng aufeinander abgestimmt, um Bauarbeiten zu minimieren und den Flächenverbrauch gering zu halten.
