Nürnberg - Die Stadt Nürnberg investiert in ihr Straßenbahnnetz - wie jetzt beschlossen wurde, wird in den Stadtteilen Gitzenhof und Steinbühl einiges an Verbesserungen im Gleisverkehr umgesetzt.

Wie die Stadt Nürnberg in einer Pressemitteilung bekannt gibt, liegt nun für den Umbau des Straßenbahn-Abschnitts Landgrabenstraße/Gibitzenhofstraße der Planfeststellungsbeschluss vor. Weil damit jetzt Baurecht herrscht, beginnen die Werkplanung, die Ausschreibungen und die bauvorbereitenden Maßnahmen umgehend, verkündet das Planungs- und Baureferat. Ab 2027 sollen die Baumaßnahmen vor Ort starten.

Die Planung für eine Sanierung der Gleisanlagen und des Straßenraums hatte der Verkehrsausschuss bereits am 14. Dezember 2023 beschlossen - in diesem Zuge sollen die Schienen – insbesondere des Gleisdreiecks an der Landgrabenstraße/Gibitzenhofstraße - umfassend modernisiert werden. Auch soll eine neue und barrierefreie Straßenbahn-Haltestelle am Melanchthonplatz entstehen und die Haltestelle Landgrabenstraße erheblich entlasten sowie die Erschließung in Gibitzenhof und Steinbühl spürbar verbessern - zum Beispiel im westlichen Teil der Landgrabenstraße, und zwar indem auch die Linie 11 in diesem Bereich halten kann. Die neue Haltestelle ersetzt die bisherige Haltestelle Heynestraße.

Mehr Grün auf frischen Trassen und Verbesserungen für Fußgänger

In der Landgrabenstraße zwischen Gibitzenhofstraße und Gugelstraße wird der Straßenbahnbetrieb künftig ruhiger, effizienter und verschleißärmer. In der Gibitzenhofstraße werden die Gleise bis zur Linnestraße erneuert. In diesem Zuge wird das Gleisdreieck saniert und an die neuen Gegebenheiten angepasst. Parallel zu den Gleisbauarbeiten wird der Straßenraum in Teilbereichen neu gestaltet - unter anderem mit zusätzlichen Grünflächen. Für den Fußverkehr werden sogenannte Wegebeziehungen verkürzt und Straßenquerungen übersichtlicher gemacht.

Für das kommende Jahr ist der Baubeginn angesetzt, die Fertigstellung erfolgt voraussichtlich Ende 2028, so das Baureferat. Wie es weiter heißt, erfolgt der Baustart „bewusst erst nach Inbetriebnahme der neuen Wendeschleife am Stadtpark“. Diese schafft die notwendigen betrieblichen Voraussetzungen für eine leistungsfähige Ost/West-Verbindung.

Baureferent nennt Projekt einen „zentralen Baustein für die Weiterentwicklung des Nürnberger Straßenbahnnetzes“

„Mit dem nun vorliegenden Planfeststellungsbeschluss kann die Stadt konsequent in eine moderne, verlässliche und umweltfreundliche Mobilität investieren. Das Projekt in den Stadtteilen Gibitzenhof und Steinbühl ist ein zentraler Baustein für die Weiterentwicklung des Nürnberger Straßenbahnnetzes – und ein starkes Signal für eine leistungsfähige, attraktive und nachhaltige Verkehrsinfrastruktur“, sagt Planungs- und Baureferent Daniel F. Ulrich. Die Maßnahme werde die Leistungsfähigkeit des Straßenbahnnetzes in der Südstadt deutlich steigern und die Infrastruktur auf den neuesten Stand bringen.

Bevor ein solches Bauprojekt realisiert werden kann und darf, steht ein sogenanntes Planfeststellungsverfahren an. Das ist ein streng formalisiertes Genehmigungsverfahren, in dem alle öffentlichen und privaten Belange geprüft werden. Die Unterlagen werden öffentlich ausgelegt und alle, deren Belange durch das Vorhaben berührt werden, können Einwände erheben. Anschließend wird entsprechend geprüft und angepasst. Erst, wenn aus dem Verfahren ein Planfeststellungsbeschluss und damit die Baugenehmigung sozusagen erteilt wird, können die konkreten Planungen beginnen.