
„Geschlossen - closed“: Diese Worte prangen auf rotem Grund unter dem Schild für die Silvretta Hochalpenstraße in Österreich. Eigentlich führt die Route auf einer Strecke von 22 Kilometern und in 34 Kehren malerisch vom Vorarlberger Montafon über die Bieler Höhe in das Tiroler Paznauntal. Doch seit einiger Zeit ist die Straße teilweise gesperrt. Nun wird klar: Das wird vorerst auch so bleiben.
2024 musste die Passstraße wegen Felsstürzen und Murenabgängen teilweise gesperrt werden. Die Sicherheit für den öffentlichen Verkehr konnte nicht mehr Gewähr leistet werden. Nun wird ein umfassendes Konzept geplant, um die Straße langfristig abzusichern. Das macht Straßenumlegungen in mehreren Bereichen und die Errichtung von Schutzdämmen notwendig. Und das wird dauern. Auf der Seite der Golm Silvretta Lünersee Tourismus GmbH heißt es, die Bauarbeiten sollen in den Jahren 2027 bis 2029 vonstatten gehen. Mit einer Öffnung der Passstraße wird dann im Sommer 2030 gerechnet.
Daniel Sandrell, Montafoner Standesrepräsentant und Bürgermeister der Gemeinde Gaschurn-Partenen, zeigt sich erleichtert, dass an der Zukunft der Silvretta Hochalpenstraße gearbeitet wird: „Die Hotel- und Gastronomiebetriebe im gesamten Montafon und im Paznaun haben damit eine klare Perspektive.“
Für Urlauber und Tagestouristen bleibt die Bieler Höhe von der Vorarlberger Seite aus aber auch während der Sperrung erreichbar. Die Vermuntbahn, die sonst nur im Winter fährt, bleibt bis zur Wiedereröffnung der Passstraße auch den Sommer über in Betrieb und bringt die Menschen auf 2032 Meter.
Von der Tiroler Seite kann die Passstraße bis zum höchsten Punkt ganz normal befahren werden. Das gesperrte Teilstück beginnt erst hinter dem Scheitelpunkt. Während der Einschränkung entfällt die Maut für die Silvretta Hochalpenstraße. Vor der Sperrung lag der Preis für einen Pkw bei 19,50 Euro.
1954 wurde die Verbindung zwischen den Orten Partenen und Galtür erstmals für den öffentlichen Verkehr freigeben.
