
Es gibt Stimmen, die sagen, Dubai sei ein arabisches New York. Die Glitzermetropole mit ihren Wolkenkratzern, den künstlich aufgeschütteten Inseln, dem scheinbar nicht endenden wollenden Luxus und den unzähligen Shopping-Centern ist beliebt - sowohl bei Touristen als auch bei deutschen Aussteigern. Und Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten galt auch lange Zeit als Oase der Sicherheit auf der arabischen Halbinsel. Doch diese Zeiten sind offenbar vorbei, denn der Krieg zwischen Israel, den USA und dem Iran betrifft auch Dubai nun ganz unmittelbar.
Für die Vereinigten Arabischen Emirate gilt derzeit eine Reisewarnung des Auswärtigen Amts. Der Iran greift in Reaktion auf die Luftschläge der USA und Israels immer wieder Ziele in der ganzen Golf-Region an. Auch in Dubai kam es bereits zu Einschlägen in Hotels und am Flughafen. Zudem ist der Flugverkehr stark eingeschränkt. Der Flughafen in Dubai ist eigentlich ein wichtiges Drehkreuz für internationale Verbindungen. Zwischenzeitlich strandeten aber unzählige Reisende dort, weil der Luftraum vollständig gesperrt war.
Doch von den Auswirkungen der iranischen Angriffe auf die Glitzermetropole dringt nur wenig nach außen. Genauer gesagt kann kaum etwas nach außen dringen. Laut Auswärtigem Amt ist das Fotografieren und Filmen (auch mit Mobiltelefon oder Smartphone) von zahlreichen Einrichtungen, wie beispielsweise militärischen Anlagen, Häfen, Flughäfen, Herrscherpalästen, öffentlichen und Botschaftsgebäuden, Industrieanlagen, Erdöl-/Erdgasanlagen und Brücken, streng verboten.
Und dieses Verbot gilt aktuell insbesondere auch im Bezug auf die Angriffe aus Iran. So ist das Fotografieren von Einschlägen, Bränden, Raketenabschüssen oder Trümmerteilen verboten. Verstöße werden geahndet. Es drohen laut Auswärtigem Amt die Beschlagnahmung der Aufnahmegeräte, Geld- und Freiheitsstrafen, Ausreisesperren und/oder Ausweisung. Laut Recherchen des Spiegel wurden in Dubai bereits 35 Menschen festgenommen, weil sie Einschlagsstellen dokumentiert hatten, in Abu Dhabi sollen weitere 45 Personen inhaftiert worden sein.
Die aktuelle Reisewarnung des Auswärtigen Amtes im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg bezieht sich auf folgende Staaten beziehungsweise Gebiete: Israel/Palästinensische Gebiete, Libanon, Jordanien, Syrien, Irak, Iran, Bahrain, Kuwait, Oman, Vereinigte Arabische Emirate, Saudi-Arabien, Katar, Jemen.
Auswirkungen des Iran-Kriegs spürbar: Auswärtiges Amt warnt vor Reisen in die Vereinigten Arabischen Emirate
Menschen, die sich trotz der Reisewarnung in der Region aufhalten, sind vom Auswärtigen Amt angehalten, folgende Schritte zu unternehmen:
- Registrieren Sie sich auf der Krisenvorsorgeliste des Auswärtigen Amts.
- Nehmen Sie Warnungen vor bevorstehenden Luftangriffen ernst. Suchen Sie bei Alarm umgehend nahegelegene Schutzräume oder das Innere eines Gebäudes auf und bleiben Sie Fenstern fern.
- Seien Sie sich des aktuell erhöhten Risikos im Umfeld US-amerikanischer, israelischer und jüdischer Einrichtungen bewusst. Meiden Sie diese möglichst weiträumig.
- Informieren Sie sich regelmäßig zur aktuellen Lage über die Medien.
- Befolgen Sie die Anweisungen der Behörden und Sicherheitskräfte.
- Kontaktieren Sie bei Fragen zu gebuchten Flügen Ihre Fluggesellschaft oder Ihren Reiseveranstalter. Wählen Sie für den Transit zu anderen Reisezielen möglichst Verbindungen außerhalb der von den aktuellen militärischen Auseinandersetzungen betroffenen Region.
