
Geduld ist gefragt von den Nürnbergerinnen und Nürnbergern. Seit rund einem Jahr sind mehrere Ausgänge am U-Bahnhof Lorenzkirche in der Nürnberger Innenstadt gesperrt. Es ist kein Durchgang zum Hauptmarkt und zum Stangengässchen möglich. Der Grund ist die umfassende Sanierung der Passage. Und nach derzeitigen Informationen werden die Ausgänge auch noch eine Weile dicht bleiben. Auf Anfrage dieser Redaktion äußert sich die Stadt Nürnberg zum aktuellen Stand der Bauarbeiten.
Seit 2024 wurden in der Passage am U-Bahnhof Lorenzkirche bereits Abbrucharbeiten und eine Asbestsanierung durchgeführt, heißt es vom U-Bahnbauamt der Stadt Nürnberg. Derzeit laufen wiederum die Betonsanierungsarbeiten. Diese werden noch voraussichtlich bis Ende diesen Jahres dauern. „Hierzu ist es unter anderem auch notwendig, die Bereiche von oben partiell zu öffnen, um an die sanierungsbedürftigen Bauteile zu gelangen“, teilt das zuständige Amt auf Anfrage weiter mit. Die über der Passage liegenden Abwasserrohre werden zudem zeitgleich erneuert.
Nach der Betoninstandsetzung folgt der technische, bauliche und gestalterische Neuaufbau der Passage. Gerade die akttraktivere Gestaltung und die technische Erneuerung stehen im Zentrum der Sanierungsarbeiten. Das Brandschutzkonzept sieht laut Auskunft der Stadt eine neue Fassade mit Brandschutzanforderungen und eine Brandmeldeanlage vor. Auch die Umsetzung dieser Arbeiten werde im Anschluss an die Betoninstandsetzung in den Jahren 2027 und 2028 erfolgen.
Das klingt nach lang andauerenden Einschränkungen für die Nürnbergerinnen und Nürnberger in der Lorenzer Passage. Aber es gibt Licht am Ende des Tunnels: Zum Christkindlesmarkt 2027 soll der Durchgang zur Museumsbrücke wieder geöffnet werden. Im Anschluss daran werde der Bereich zur Karolinenstraße erneuert. Nach derzeitigem Planungsstand sollen die Arbeiten bis Ende des 1. Quartals 2029 fertiggestellt sein.
Die Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich laut Angaben der Stadt auf 21,4 Millionen Euro. Vom Freistaat Bayern wurden Fördermittel in Aussicht gestellt. Das U-Bahnbauamt hat laut eigenen Angaben zehn Millionen Euro Bezuschussung für das Projekt beantragt.

