München - Die Gewerkschaft Verdi hat zu Warnstreiks im Nahverkehr aufgerufen. In München stehen am Mittwoch U-Bahnen und Trams weitestgehend still. Fußball-Fans bangen um die Anreise zur Allianz Arena für das Spiel am Abend.

Trotz des Warnstreiks im Münchner Nahverkehr sollen rund um das Champions-League-Spiel des FC Bayern gegen Atalanta Bergamo am Mittwochabend U-Bahnen im Zehn-Minuten-Takt zur Allianz Arena fahren. „Die U-Bahn fährt bis Betriebsschluss im Abschnitt Fürstenried West – Fröttmaning mindestens alle 10 Minuten“, teilte die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) mit. Trotzdem empfehle man den Fans eine frühe Anreise zur Partie gegen Atalanta Bergamo mit Anpfiff um 21 Uhr.

Wer nicht auf die U-Bahn setzen will, kann von 17.30 Uhr an auch einen kostenlosen Bustransfer des FC Bayern von der S-Bahnhaltestelle Donnersbergerbrücke zur Haltestelle Kieferngarten in Stadionnähe nutzen. Fahrzeuge von privaten Busfirmen sollen zusätzliche Fahrten ermöglichen.

Der Warnstreik der Gewerkschaft Verdi hatte in der Landeshauptstadt um 11 Uhr begonnen und zu weitgehendem Stillstand bei Tram und U-Bahnen geführt. Bereits ab 9 Uhr fuhren die meisten U-Bahnen, Trambahnen und Busse zurück zu den Betriebshöfen, um bei Streikbeginn nicht auf freier Strecke zu stehen. Zugleich hatte die MVG betont, dass die U-Bahnen auf der Linie U6 zwischen Innenstadt und der Haltestelle Fröttmaning in Stadionnähe wegen des Fußballspiels Priorität hätten.

Eine solche Notlösung hat sich schon Mitte Februar bewährt. Damals hatte die Gewerkschaft Verdi vor dem Viertelfinale des DFB-Pokals zwischen dem FC Bayern und RB Leipzig zum Warnstreik aufgerufen.

Auch auf der Tramlinie 20 sollen bis 18 Uhr weiter Züge im Zehn-Minuten-Takt fahren, danach seien bis 23 Uhr alle 20 Minuten Fahrten möglich. Bei den Bussen sieht es für Fahrgäste besser aus: Zwei Drittel aller Fahrzeuge seien unterwegs, teilte die MVG mit. Es gebe eine Grundversorgung auf allen Linien im Münchner Stadtgebiet.

Fahrgäste haben auf einigen Strecken zudem Alternativen im öffentlichen Nahverkehr: Nicht betroffen sind die MVV-Regionalbusse im Umland, Regionalzüge und die Münchner S-Bahn. Am Donnerstag will Verdi dann den ganzen Tag für Stillstand bei Bussen, Tram und U-Bahnen sorgen. Die Probleme im Nahverkehr sollen bis Freitag (4 Uhr) anhalten.