
Wie die Verbraucherzentrale in einer aktuellen Warnmeldung bekannt macht, ist derzeit auch ein Schreiben in Umlauf, das angeblich von einem in Deutschland beliebten Versandunternehmen verschickt worden sei. Im Namen von DPD werde demnach nämlich behauptet, dass ein Paket nicht zugestellt werden konnte, weil niemand erreichbar gewesen sei. Unter dem Betreff „Delivery Sendung 09:35:07 - 16.03.2026“ werde dazu aufgefordert, innerhalb von 24 Stunden einen neuen Liefertermin zu vereinbaren, sonst werde das Paket an den Absender zurückgeschickt.
Typischerweise werde durch die kurze Frist und die Androhung der Rücksendung Druck aufgebaut, um zu schnellem und unüberlegtem Handeln zu verleiten, indem man über „Daten prüfen“ persönliche Angaben bestätigen soll. Aber auch weitere Anzeichen für Phishing seien hier gegeben: unpersönliche Anrede („Sehr geehrter Kunde“), unseriöse Absendeadresse, Drohung und Fristsetzung sowie ein Link in der Mail.
Von Seiten der Expertinnen und Experten heißt es dazu wörtlich weiter: „Wir raten Ihnen, Phishing-Mails zu ignorieren und unbeantwortet in den Spam-Ordner zu verschieben, um Ihre persönlichen Daten zu schützen. Falls Sie eine Sendung erwarten, prüfen Sie den Status ausschließlich über die offizielle Seite oder die DPD-App.“ In sämtlichen Fällen gilt ganz allgemein: Keinesfalls darauf reagieren. Oft fragen sich auch Menschen, ob irgendetwas falsch gemacht wurde, weil man solche Spam-Nachrichten erhält. Hier kann man für Beruhigung sorgen.
Mittlerweile arbeiten Betrüger mit hochintelligenten Maschinen. Diese generieren in der Sekunde Hunderte Zahlenkombinationen – bis irgendwann eine echte Nummer zufällig herauskommt, die dann angeschrieben wird. Gleiches gilt in Sachen Buchstabenkombinationen und Mailadressen. Zudem könnte dein Kontakt auch in einem Datenleck aufgetaucht und dadurch in die Hände von Betrügern gelangt sein. Heißt im Klartext: Auch wenn du nicht auf „gefährlichen Seiten“ surfst, kann es dich mit einer Nachricht hier einmal treffen.
Solange du aber darauf nicht reagierst, kann dir auch nichts passieren. Gefährlich kann es erst dann werden, wenn du auf Links klickst und dort persönliche Daten wie Passwörter oder Kontonummern eingibst. Meist treten diese Spam-Mails alle zwei, drei Monate schubweise auf. Dann erhälst du mehrere Nachrichten auf ein paar Tage verteilt. Irgendwann hört der Spam dann wieder auf – bis eine künstliche Maschine in ein paar Monaten wieder zufällig bei deiner Telefonnummer beziehungsweise deiner Mailadresse herauskommt.
In einem Beispiel, das unserer Redaktion vorliegt, kam es gleich zu drei verschiedenen Nachrichten innerhalb weniger Tage. Auch hier hat der Empfänger einfach nicht darauf reagiert, beziehungsweise die Nachrichten über die SMS-Funktion sogar als Spam gemeldet. Vorteil: Nach einiger Zeit erkennt dein Telefon den Absender und leitet die Nachricht automatisch in den Spam-Ordner weiter, ohne dir die Nachricht extra zu pushen.

