
„Mit großer Trauer geben wir den Tod unseres geliebten Vaters Philip Anthony Campbell bekannt, der gestern Abend nach einem langen und tapferen Kampf auf der Intensivstation im Anschluss an eine komplexe, schwere Operation friedlich verstorben ist“, schreiben die Kinder von Phil Campbell in einem Statement auf Instagram. „Phil war ein hingebungsvoller Ehemann, ein wundervoller Vater sowie ein stolzer und liebender Großvater, den man liebevoll ‚Bampi‘ nannte. Er wurde von allen, die ihn kannten, geliebt und wird schmerzlich vermisst werden.“
Der walisische Musiker ist am Freitag, 13. März, im Alter von 64 Jahren gestorben. Zu Lebzeiten — ab 1984 bis zur Bandauflösung 2015 — war Campbell als Gitarrist und später als Lead-Gitarrist nicht aus der Band Motörhead wegzudenken. Klassiker wie „Orgasmatron“, „1916“ und „Bastards“ prägte er maßgeblich mit. 2015, kurz nach dem Tod von Frontmann und Gesicht der Band, Lemmy Kilmister, trennte sich die Band. Campbell war nicht nur Begleiter der Band, betonte er selbst in einem Podcast, wie bild.de schreibt. Darin sagte er, dass viele der beliebten und besonderen Motörhead-Riffs aus seiner Feder stammen.
Nach dem Aus der Band Motörhead gründete Campbell mit seinen Söhnen Todd, Danke und Tyla die Band Phil Campbell and the Bastard Sons, auf deren Profil auch die Todesnachricht von Phil Campbell geteilt wurde. 2023 brachte die Band ihr letztes Album auf den Markt. Wie bild.de in Erfahrung gebracht hat, sind schon im Februar diesen Jahres Konzerte in Europa und Australien aus gesundheitlichen Gründen abgesagt worden. Welche Gründe das genau gewesen sind, wurde nicht publik.
Das britische Musik-Portal „MetalTalk“ würdigte ihn als einen der prägendsten Gitarristen der Rockgeschichte. „Mir fehlen die Worte. Das ist so traurig... Phil, es war mir eine Ehre, dich meinen Freund nennen zu dürfen. Wir werden dich nie vergessen! Ruhe in Frieden“, schrieb die deutsche Metal-Queen Doro Pesch.
Mit dem Tod von Phil Campbell ist von der jüngsten Motörhead-Besetzung nur noch Schlagzeuger Micael Kiriakos Delaoglou alias Mikkey Dee am Leben. Der Schwede sitzt seit 2016 für die deutsche Hardrock-Legenden Scorpions an den Drums. Neben Kilmister und Campbell waren zuvor mit Larry Wallis, Phil „Philthy Animal“ Taylor, „Fast“ Eddie Clarke und Michael „Würzel“ Burston schon vier weitere ehemalige Mitglieder der 1975 gegründeten Band gestorben.
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