Nürnberg - Nach zwei Auswärtsspielen ist der 1. FC Nürnberg am Samstag wieder vor heimischer Kulisse gefordert. Fortuna Düsseldorf ist zu Gast. Auf der Pressekonferenz sprach Miroslav Klose unter anderem über einen Youngster.

Es war ein Befreiungsschlag: Am achten Spieltag fuhr der 1. FC Nürnberg nach einer turbulenten Schlussphase einen 3:2-Erfolg in Düsseldorf ein – den ersten Auswärtssieg der neuen Saison, nachdem man zuvor erst vier Punkte geholt hatte und damit direkt zu Saisonbeginn im Abstiegskampf steckte.

Fünf Monate später geht der Club abermals krisengebeutelt in das Duell mit der Fortuna, schließlich steht nur ein Dreier aus den letzten fünf Partien zu Buche. Für Cheftrainer Miroslav Klose ist die bevorstehende Partie demnach ähnlich richtungsweisend wie das Hinspiel, aber mit ebendiesem nicht vergleichbar: „Jedes Spiel, vor allem jedes Heimspiel, ist für uns enorm wichtig. Wir können die Spiele nicht vergleichen. Düsseldorf hat jetzt einen anderen Trainer mit einer anderen Herangehensweise, einzig das Spielermaterial hat sich kaum verändert.“

Bei den Rheinländern steht inzwischen Markus Anfang an der Seitenlinie, nachdem Daniel Thioune nach der Niederlage gegen den Club entlassen wurde. Nach Anfangs Anlaufschwierigkeiten bei seinem neuen Verein – nur vier Punkte aus den ersten neun Partien – haben sich die Fortunen inzwischen stabilisiert und die Abstiegszone verlassen.

Das Abstiegsgespenst spukt aber noch immer sowohl in Düsseldorf als auch in Nürnberg: Drei beziehungsweise fünf Zähler trennen die beiden Teams vom Relegationsrang. Angesichts der Tabellensituation stellte Cheftrainer Klose auf der Pressekonferenz klar: „Es war absehbar, dass die Tabelle irgendwann gesplittet wird. Sie ist kompliziert und faszinierend zugleich. Jeder Spieltag zählt, egal gegen wen man spielt.“

Damit seine Mannschaft gegen die qualitativ gut besetzte Fortuna bestehen kann, braucht es die klassischen „Basics“ und das Bewusstsein dafür, dass in dieser engen Liga keine Punkte verschenkt werden: „Nichts ist selbstverständlich. Man muss viel leisten, um Spiele zu gewinnen. Jeder weiß, was zu tun ist und wo er sich verbessern muss. Die Mannschaft versucht Woche für Woche, das umzusetzen, es gelingt aber nicht immer.“

Hoffnung darauf, dass es im Heimspiel am Samstag gegen Düsseldorf gelingt, macht unter anderem die Rückkehr zweier Mittelfeldmotoren. Rafael Lubach und Adam Markhiev sind nach ihren abgesessenen Sperren wieder spielberechtigt. Außerdem bietet Henri Koudossou nach langer Verletzungspause eine weitere Option für die Rechtsverteidiger-Position, die zuletzt Youngster Justin von der Hitz bekleiden durfte.

Der 19-Jährige stand in den letzten drei Partien in der Startelf und verbuchte bei der 1:2-Niederlage gegen Hertha BSC am vergangenen Wochenende sogar einen Assist. Insbesondere seine Qualitäten vor dem gegnerischen Tor schätzt Trainer Klose an seinem Schützling: „Seine Stärken liegen im letzten Drittel. Er kann Tore schießen, Tore vorbereiten, ist schnell. Wenn ich Stürmer wäre, würde ich mich auf die Zuspiele von ihm freuen“, sagte der deutsche Rekordtorschütze.