Nürnberg - Caspar Jander ließ die Kasse des 1. FC Nürnberg bereits im vergangenen Jahr klingeln – und könnte dem Club im kommenden Sommer erneut wichtige Einnahmen bescheren. Das steckt dahinter.

Zwölf Millionen Euro erhielt der 1. FC Nürnberg im Sommer 2025 für Caspar Jander. Damit zählt sein Wechsel nicht nur zu den bis heute zweitteuersten Abgängen der Vereinsgeschichte, sondern stellt auch ein außergewöhnliches Transferplus dar: Erst ein Jahr zuvor war der Mittelfeldspieler ablösefrei vom MSV Duisburg nach Nürnberg gewechselt.

Nun könnte sich das Geschäft ein weiteres Mal auszahlen. „Viele Topklubs aus der Bundesliga haben ihn auf dem Zettel“, sagte Transferexperte Florian Plettenberg in der Sky-Sendung „Transfer-Update – die Show“. Als Interessenten gelten unter anderem RB Leipzig, der bereits im Vorjahr bemühte VfB Stuttgart sowie Ajax Amsterdam. Da Janders Vertrag bei den Saints noch bis 2028 läuft, könnte die Ablösesumme laut Plettenberg bei stolzen „20 bis 25 Millionen Euro“ liegen.

Auch für Nürnberg wäre ein erneuter Transfer lukrativ. Nach Informationen der Bild sicherte sich der Club eine Weiterverkaufsbeteiligung von zehn Prozent. Im Falle einer Ablöse in genannter Höhe entspräche das zusätzlichen Einnahmen von bis zu 2,5 Millionen Euro.

Ob es jedoch schon im Sommer zu einem Abschied kommt, ist offen. Entscheidenden Einfluss dürfte das sportliche Abschneiden der Saints haben. Der direkte Wiederaufstieg ist angesichts des Rückstandes von 13 Zählern nur noch theoretisch möglich. Realistisch bleibt derzeit der Weg über die Play-Offs, in denen die Teams auf den Plätzen drei bis sechs einen weiteren Aufsteiger ermitteln.

Aktuell steht Southampton auf dem siebten Rang und müsste damit zunächst vier Punkte aufholen. Sollte die Rückkehr in die Premier League misslingen, dürfte ein Wechsel Janders wahrscheinlicher werden - zumal er sich in der Championship auf Anhieb als Stammspieler und Leistungsträger etabliert hat und dementsprechend den nächsten Karriereschritt anstreben könnte.