Nürnberg - Vor einigen Jahren ist ein Pinguin in Nürnberg gestorben, nachdem er einen Zigarettenstummel verschluckt hatte. Immer wieder landen Dinge in den Gehegen, die dort nichts zu suchen haben. So reagiert der Tiergarten.

Ein Pinguin stirbt nachdem er ausversehen einen Zigarettenstummel verschluckt hat, ein Tiger muss betäubt werden, nachdem er ein Stofftier gefressen hat. Diese beiden Vorfälle aus dem Nürnberger Tiergarten liegen zwar schon einige Jahre zurück, verdeutlichen aber dennoch ein bestehendes Problem. Immer wieder landen Gegenstände in den Tiergehegen, die dort so gar nichts zu suchen haben. Wenn die Tiere diese Gegenstände fressen, zerkauen oder Teile verschlucken kann es schnell gefährlich werden - wie die Fälle des Pinguins und des Tigers zeigen.

Brillen, Handys, Kinderschuhe, Schnuller, Plüschtiere, Mützen, Trinkflaschen, Kleingeld (Pinguine) oder Haargummis - es ist eine lange Liste, die eine Sprecherin des Tiergartens aufzählt, als es darum geht, welche Dinge in den Gehegen landen. Immer wieder komme es vor, dass Gegenstände hinter den Zäunen auftauchen. Aber, auch das betont die Sprecherin des Tiergartens auf Anfrage dieser Redaktion, „gemessen an der jährlichen Zahl unserer Besucherinnen und Besucher von über einer Million hält es sich jedoch sehr in Grenzen“.

Großteils passiere der Verlust unabsichtlich. Brillen fallen von der Stirn, Handys aus der Hand und Kinder lassen nicht selten in einem unbedachten Moment einmal ein Spielzeug los. Häufig wendeten sich die Besucher und Besucherinnen dann an Mitarbeitende des Tiergartens, um die verlorenen Gegenstände wieder zu bekommen.

Um sicherzustellen, dass Pinguine, Tiger und Co eben nichts fressen können, was unbeabsichtigt im Gehege gelandet ist, werden die Anlagen im Tiergarten täglich gereinigt. „Komplett zu verhindern, dass Gegenstände dort hineingelangen, ist leider nicht möglich. Wir sehen aber, dass die Besucherinnen und Besucher meist sehr vorsichtig sind und darauf achten, dass nichts in die Gehege fällt“, heißt es von Seiten des Tiergartens weiter.