
Für Katzenliebhaber dürfte es dem Paradies ziemlich nahe kommen: Im Café Katzentempel streichen freilaufende Rassekatzen den Gästen um die Beine, während sie einen Kaffee oder eine vegane Speise zu sich nehmen. Das Konzept gibt es in vielen Städten in Deutschland, einige davon in Bayern. In Erlangen musste der Katzentempel nun aber dauerhaft schließen.
Wie es in einem Post bei Instagram von vor zwei Wochen heißt, konnte das Café trotz aller Bemühungen nicht gerettet werden. Eine zunächst temporäre Schließung sei inzwischen endgültig geworden. Die Katzen wurden bei Mitarbeitenden aus dem Café untergebracht. Die Standorte in Nürnberg und Regensburg sollen hingegen geöffnet bleiben, heißt es in dem Post weiter.
Grundsätzlich befindet sich die Katzentempel GmbH offenbar in wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Das Konzept ist immer dasselbe: Im Angebot sind vegane Speisen und Katzen leisten Gesellschaft während des Café-Besuchs. Standorte dieser Cafés gibt es quer über die Bundesrepublik verteilt. Teilweise gehören sie direkt zur Mutter-GmbH, teilweise werden sie in einem Franchise-Format geführt. Mehrere der Standorte, darunter der in Freiburg, mussten inzwischen schließen.
Dass es unter anderem auch für Erlangen nicht gut aussieht, war bereits Ende 2025 klar. Doch auch für den Standort Nürnberg ist der Blick in die Zukunft nicht nur rosig. In einer Pressemitteilung des Mutterunternehmens vom Dezember 2025 heißt es, man blicke auf ein herausforderndes Jahr zurück. Künftig wolle man statt auf eigene Standorte nun nur noch auf Franchise setzen. Und weiter: „Im Zuge dieser Entwicklungen wurden die Standorte Erlangen, Nürnberg und Regensburg in ein Sanierungsverfahren nach einer vorläufigen Insolvenz überführt“. Ziel der Restrukturierung war es laut der Mitteilung, „diese Standorte unter rechtlichem Schutz wirtschaftlich neu auszurichten und sie anschließend an geeignete Franchise-Partner:innen zu übergeben.“
Der Standort in Erlangen hat es aber offenbar nicht geschafft. Mehrere Anfragen und Kontaktierungsversuche der Redaktion zur Zukunft des Standortes Nürnberg blieben Stand Montag (2. März) 14 Uhr unbeantwortet.
