
Elf Tore erzielte Miroslav Klose gegen Hertha BSC – gegen keinen Gegner traf der Weltmeister häufiger. Der 1. FC Nürnberg hingegen hatte in den vergangenen Duellen mit den Hauptstädtern massive Probleme, überhaupt ein Tor zu erzielen: Im März 2024, also noch vor Kloses Amtsantritt als Club-Coach, glückte den Franken der bislang letzte Treffer gegen die Berliner. Angesprochen auf die eigene Treffsicherheit, aber auch die ausbleibenden Tore seines Teams gegen Hertha, antwortete der 47-Jährige auf der Pressekonferenz: „Wenn sie darauf hinaus möchten, dass ich mich einwechsele: Das passiert nicht. Ich habe Vertrauen in meine Jungs.“
Fakt ist aber auch: Als Trainer konnte Klose noch nicht gegen die Hertha gewinnen. Die bisherigen Duelle gegen die Hauptstädter endeten mit 0:2, 0:0 und 0:3. „Wir müssen ein anderes Gesicht zeigen“, gibt der Cheftrainer die Marschroute mit Blick auf die letzten Begegnungen vor. Mit einem Sieg könnte der Club den Abstand zu Tabellennachbar Hertha auf einen Punkt verkürzen.
Angesichts der hohen Qualität im Berliner Kader erwartet Klose jedoch ein „sehr kompliziertes Spiel“ – zumal die Stimmung im Herthaner Umfeld schwer zu greifen ist. Spätestens nach der 2:5-Niederlage am vergangenen Spieltag und der ohnehin bislang verkorksten Rückrunde ist der Aufstieg in die Bundesliga für die Elf von Cheftrainer Stefan Leitl mutmaßlich passé. Unklar, ob sie nun befreiter aufspielen oder sich von dem Negativtrend einnehmen lassen. Klose konstatiert daher: „Wir wissen nicht, wie sie auftreten, was auf uns zukommt. Wir müssen auf uns schauen und viele Dinge richtig machen, um etwas mitzunehmen.“
Eine (im wahrsten Sinne des Wortes) zentrale Rolle spielt dabei abermals das Nürnberger Mittelfeld – das Herzstück, das etwas geschwächt in das bevorstehende Spiel geht. Denn: Mit Rafael Lubach (Rotsperre) und Adam Markhiev (Gelbsperre) fallen zwei Stammspieler sicher aus. Hinzu kommt womöglich der verletzungsbedingte Ausfall von Rabby Nzingoula, der bis Freitagmittag noch nicht mit dem Team trainieren konnte. „Wir haben aber noch zwei Tage. Es kann schon sein, dass er noch aufploppt. Ich bin immer optimistisch“, kommentierte Klose die Personalie, versicherte aber auch: „Wir haben genug Spieler in der Hinterhand, um ihn zu ersetzen.“
Drei Kandidaten stehen mutmaßlich zur Debatte: Bayern-Leihgabe Javier Fernandez, der die Sechser- und Achter-Position spielen kann, könnte seine ersten Einsatzminuten im Trikot des 1. FC Nürnberg sammeln. Ayoub Chaikhoun, der etwas offensiver spielt, steht ebenso zur Wahl. Allerdings stand der 20-Jährige in nur einem der vergangenen vier Spiele überhaupt im Kader. Klose erklärte die Situation um den hochveranlagten Mittelfeld-Youngster wie folgt: „Immer, wenn ein Platz im Kader war, war ich nicht zufrieden mit seiner Trainingsleistung. Immer, wenn er sehr gut trainiert hat, war er im Kader, aber das Spiel hat dann keine Einwechslung ergeben.“ Als dritte Option könnte Berkay Yilmaz ins Zentrum rücken – eine Lösung, die man beim Club bereits des Öfteren gesehen hat, die sich aber – wie Klose andeutete – auch „im Laufe des Spiels“ ergeben kann.
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