
Kurz vor dem Rückrunden-Auftakt in der Regionalliga Bayern hat der 1. FC Nürnberg Klarheit geschaffen. Nachdem am Mittwoch bekannt geworden war, dass der Club auf einen möglichen Aufstieg in die 3. Liga verzichtet, folgte nun eine personelle Entscheidung: Auch in der kommenden Saison wird Andreas Wolf die U23 betreuen.
Der 43-Jährige geht damit in seine vierte Spielzeit als Cheftrainer der Nürnberger Reserve. Insgesamt stand der ehemalige Verteidiger rund ein Vierteljahrhundert in Diensten des FCN – zunächst als Nachwuchsspieler, später als Profi, Aufstiegsheld und Pokalsieger sowie anschließend in verschiedenen Trainerfunktionen.
„Andreas Wolf verkörpert den 1. FC Nürnberg wie kaum ein Zweiter, wir sind daher äußerst glücklich darüber, dass er auch in Zukunft die Rolle des U23-Cheftrainers übernimmt“, erklärte Dieter Frey, Direktor ClubNachwuchs, und führte fort: „Durch seine akribische Arbeit gelingt es ihm, unsere Nachwuchsfußballer nachhaltig auf den Profifußball vorzubereiten und die Talente auch dank seiner eigenen Erfahrungen bestmöglich zu fördern.“
Bei der U23 entwickelte sich Wolf schnell zum Erfolgstrainer: In seiner Premierensaison führte er das Team auf Rang drei, aktuell steht die Mannschaft an der Spitze der Regionalliga Bayern. Seine Bilanz kann sich mit 1,75 Punkten pro Spiel sehen lassen.
Wolf selbst zeigte sich „sehr glücklich“ über die Vertragsverlängerung: „Ich fühle mich hier ligaunabhängig sehr wohl und kann meine Expertise gezielt einbringen. Natürlich steht uns weiterhin viel Arbeit bevor, doch ich werde nach wie vor mein Bestes geben, um die Entwicklung unserer Talente im ClubNachwuchs zielführend voranzutreiben und zu gewährleisten, dass sich der Nachwuchsfußball beim FCN auch künftig Tag für Tag weiterentwickelt.“
Auch die Reaktionen der Fans sind durchweg positiv, zumal die Entscheidung für den Club – insbesondere nach dem Verzicht auf einen möglichen Aufstieg – nicht selbstverständlich war. Bemerkenswert ist die Vertragsverlängerung auch deshalb, weil Wolf seit November die Pro-Lizenz besitzt und damit grundsätzlich für höhere Aufgaben qualifiziert wäre. Beim Club bleibt ihm der direkte Schritt in den Profibereich vorerst verwehrt – ebenso hätte sich ihm andernorts, etwa in der 3. Liga, eine entsprechende Möglichkeit bieten können.
