Erlangen - Die FAU hat grünes Licht für die Sanierung und den Neubau von drei Bauprojekten erhalten. Mit Kosten in dreistelliger Millionenhöhe wird massiv in die Forschung und Lehre der Region investiert.

Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) sagt verstaubten Hörsälen und knappen Parkplätzen den Kampf an. Der Haushaltsausschuss des Bayerischen Landtags hat nun die Freigabe für gleich drei Bauprojekte rund um die Universität genehmigt.

Dazu zählt der Umbau und die Sanierung des Himbeerpalastes in der Erlanger Innenstadt sowie der Neubau des nordbayerischen Hochleistungsrechenzentrums sowie eines neuen Parkhauses mit Anbindung an den Campus Erlangen Süd der FAU.

Neue Heimat für die Geisteswissenschaften

Das erste der drei Umbauprojekte ist der Himbeerpalast in der Werner-von-Siemens-Straße 67 bis 69 in Erlangen. Das Gebäude mit der rötlichen Fassadenfarbe wurde zwischen 1948 und 1953 errichtet und ist ein ehemaliges Verwaltungsgebäude der Siemens AG. 2018 wurde der Himbeerpalast von Siemens an die FAU verkauft. Bereits 2024 fiel der Startschuss für die Umbau Arbeiten des Uni-Gebäudes. Dafür investierte der Freistaat knapp eine halbe Milliarden Euro. Nun beginnt die sogenannte „zweite Teilbaumaßnahme“, also der eigentliche Umbau und die Errichtung eines Neubaus – dafür hat der Haushaltsausschuss nochmal 363,6 Millionen Euro freigegeben.

Durch den Umbau des Gebäudes entstehen über 28.000 Quadratmeter Fläche, die die FAU für Seminarräume, Büros, Bibliotheksgebäuden und weitere Einrichtungen nutzen wird. Nach dem Umbau wird im Himbeerpalast der größte Teil der Philosophischen Fakultät und des Fachbereiches Theologie der mit über 7000 Studierenden sowie 1000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der FAU Platz finden. Zudem entsteht dort das neue Sprachenzentrum, eine Cafeteria und ein Servicezentrum für Studierende.

Neubau des nordbayerischen Hochleistungsrechenzentrums

Auch in den Bereich Technik investiert die FAU mehrere Millionen Euro. Das Zentrum für Nationales Hochleistungsrechnen Erlangen ((NHR@FAU) wird eine moderne und energieeffiziente IT-Infrastruktur erhalten. Damit soll es den steigenden Anforderungen in Bereichen wie künstliche Intelligenz, maschinellem Lernen und Datenanalyse Stand halten. Für den Bau des Rechner- und des Betriebsgebäudes stehen der FAU rund 179 Millionen Euro zur Verfügung. Neben dem NHR@FAU werden auch die Technik und das technische Personal des Regionalen Rechenzentrums Erlangen (RRZE) im neuen Zentrum unterkommen.

Künftige Projekte: Fertigstellung des Chemikums

Die aktuellen Umbau- und Neubaumaßnahmen der FAU belaufen sich auf rund 540 Millionen Euro. In Zukunft möchte die FAU ein weiteres Bauprojekt verfolgen: den zweiten Bauabschnitt des Chemikums. Der Haushaltsausschuss hat dafür bereits 11,6 Millionen Euro bewilligt.

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