
Ein digitaler Zwilling soll künftig helfen, Staus und Verzögerungen wegen Baustellen in Nürnberg zu vermeiden. Der Servicebetrieb Öffentlicher Raum (Sör) Nürnberg testet im Rahmen eines dreijährigen Pilotprojekts nun eine Software für Baustellenmanagement. Am Donnerstag unterzeichneten Oberbürgermeister Marcus König, Bürgermeister und Erster Sör-Werkleiter Christian Vogel sowie Sasan Amini vom Software-Hersteller Transcality den Vertrag. Das teilte die Stadt Nürnberg in einer Presseinformation mit.
Notwendige Arbeiten an Straßen, Brücken und Leitungen sowie private Baustellen: Bis zu 12.000 Einzelmaßnahmen koordiniert Sör nach Angaben von Bürgermeister Vogel pro Jahr im Stadtgebiet. Dabei versuchen die Mitarbeitenden, die anstehenden Bauarbeiten möglichst effizient zu planen und die Belastungen für Verkehrsteilnehmer sowie Anwohner möglichst gering zu halten.
Bei dieser Herausforderung bekommt der Sör nun digitale Unterstützung. Die Software von Transcality soll das Baustellenmanagement optimieren und Auswirkungen von Baustellen auf den Verkehr frühzeitig erkennen. Das System bildet komplexe Zusammenhänge im Verkehrsnetz ab und simuliert verschiedene Szenarien.
Möglich macht dies ein digitaler Zwilling, ein Stadtduplikat. Damit lassen sich Bauphasen durchspielen, Verkehrsströme analysieren, Auswirkungen auf den Verkehr prognostizieren und Abhängigkeiten zwischen einzelnen Projekten sowie mögliche Engpässe erkennen. „So helfen wir, den Verkehr in Nürnberg flüssig zu halten und negative Auswirkungen auf Bevölkerung, Wirtschaft und Umwelt zu minimieren“, erklärt Sasan Amini, Co-Founder von Transcality, die Vorteile des Programms.
Oberbürgermeister Marcus König betont die strategische Bedeutung des Projekts: „Nürnberg setzt konsequent auf Innovation in der öffentlichen Verwaltung und wird seit Jahren für seine Digitalisierungsmaßnahmen immer wieder ausgezeichnet. Wenn wir mithilfe KI-unterstützter Werkzeuge Bauabläufe besser abstimmen können, profitieren davon vor allem die Bürgerinnen und Bürger sowie die Wirtschaft unserer Stadt.“
