
Unter dem Namen „Lago di Aufseß“ sorgte die große Baugrube in der Nürnberger Südstadt weit über die Grenzen der Stadt hinaus für Spott - vor allem im Netz. Doch damit soll nun Schluss sein.
Am Mittwochvormittag zeigen sich Politiker und Politikerinnen, darunter Nürnbergs Oberbürgermeister Marcus König (CSU), Nürnbergs Wirtschafts- und Wissenschaftsreferentin Andrea Heilmaier und der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU), am Rande der Grube. In den Händen halten sie ein Schild. „Lago di Aufseß“ steht darauf - die Worte sind durchgestrichen. Bezahlbarer Wohnraum steht darüber. Dorthin soll die Reise in der Nürnberger Südstadt also gehen.
Damit endet eine jahrelange Hängepartie. Eigentlich wollte der Projektentwicklungs- und Bauunternehmen Ten Brinke die große Lücke am Aufseßplatz 18 schließen. 2021 wurde das große Kaufhaus mit dem Namen „Schocken“ abgerissen. Doch dann passierte nichts. Nun steigen die „BayernHeim GmbH“ und die „Siedlungswerk Nürnberg GmbH“ mit in das Projekt ein, der Startschuss für das neue Quartier ist gefallen, schreibt OB König in einem Post bei Instagram.
Entstehen soll, in Anlehnung an das frühere Kaufhaus, das sogenannte Schocken-Carré mit rund 200 neuen Wohnungen (viele davon gefördert und bezahlbar), mit Einzelhandel, Nahversorgung und einer Kindertagesstätte - diese Eckpunkte nennt König. Dach- und Fassadenbegrünung sowie Bäume und Grünflächen sollen das Areal lebenswert machen. Die Fassade des siebengeschossigen Neubaus soll, so die Pläne, an das historische Schocken-Gebäude erinnern. Im Untergeschoss soll es einen direkten Zugang zur U-Bahn geben. Markus Söder schreibt in einem Post bei Instagram von einem Investitionsvolumen in Höhe von 140 Millionen Euro.
Christian Bernreiter, Bayerischer Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr erklärt, die „BayernHeim“ erwirbt das Schocken-Carré, „die Siedlungswerk Nürnberg GmbH“ übernimmt dann die Bewirtschaftung. Der Baustart ist für Herbst 2026 geplant.
Dieser Artikel wurde am 25. Februar um 16.15 Uhr aktualisiert.