Nürnberg - Die U23 des 1. FC Nürnberg spielt auch in der kommenden Saison in der Regionalliga Bayern. Der Club verzichtet aus wirtschaftlichen Gründen auf einen möglichen Aufstieg in die 3. Liga.

Nachdem sich die Anzeichen zuletzt bereits verdichtet hatten, herrscht nun Gewissheit: Trotz des sportlichen Höhenflugs bleibt die Nürnberger U23 auch in der kommenden Spielzeit viertklassig. Der Club verzichtet damit „aufgrund infrastruktureller, wirtschaftlicher Themen sowie des bisherigen Ausbildungskonzeptes“ auf einen möglichen Aufstieg in die 3. Liga, wie der Verein in einer Pressemitteilung schreibt.

„Wir alle streben nach maximalem sportlichen Erfolg“, wird Sportvorstand Joti Chatzialexiou zitiert. „Ein Aufstieg in die dritte Liga hätte jedoch auf mehrere Bereiche weitreichende Implikationen gehabt. Wir könnten die Spiele nicht mehr auf dem Max-Morlock-Platz austragen, sondern müssten mit einer dritten Mannschaft im Stadion oder in einer alternativen Spielstätte spielen.“ Demnach habe eine wirtschaftliche Machbarkeitsstudie ergeben, dass ein Aufstieg mit hohen Kosten verknüpft gewesen wäre. Da bereits das Zweitliga-Team und die Clubfrauen ihre Heimspiele im Achteck austragen, wäre - schon aus terminlichen Gründen - eine alternative Spielstätte vonnöten.

„Sehr Stolz und sehr glücklich“: U23 dominiert Regionalliga

Daneben entschied man sich auch wegen weiterer Kostenfaktoren wie dem Kader dagegen, die für die 3. Liga benötigten Unterlagen beim DFB einzureichen. „Uns als Verein ist wichtig zu betonen, dass wir stolz und sehr glücklich darüber sind, uns diese Gedanken überhaupt gemacht haben zu dürfen“, erklärte Chatzialexiou. Man habe bewiesen, dass das „bestehende Ausbildungskonzept in der Regionalliga gut funktioniert.“ Diesen Weg will der Club nun fortsetzen.

Nach 19 absolvierten Spielen steht die Mannschaft von Trainer Andreas Wolf mit 46 Punkten an der Tabellenspitze der Regionalliga Bayern. Der Abstand auf die schärfsten Verfolger Unterhaching und Würzburg beträgt bereits komfortable sieben Zähler. Schon am Freitag könnten weitere hinzukommen, wenn der „kleine“ Club die Würzburger Kickers empfängt - diesmal ausnahmsweise im Max-Morlock-Stadion.