Nürnberg - Der Airbag soll im Fall eines Unfalls eigentlich zum Schutz dienen. In unzählingen Autos von Opel kann er nun aber zur Gefahr werden. Deshalb sind verschiedene Modelle von einem großen Produktrückruf betroffen.

Weltweit sind über 900.000 Fahrzeuge des deutschen Autoherstellers Opel von einem Rückruf betroffen. Wie das Kraftfahrtbundesamt online mitteilt, gibt es bei den Modellen Signum, Vectra, Cascada, Mokka, Zafira, Astra und Meriva Probleme mit dem Fahrerairbag.

Demnach liege ein Fehler im Gasgenerator des Fahrerairbags vor, der dazu führen könne, dass es es bei der Airbagauslösung zu einer unkontrollierten Entfaltung und dadurch zur Loslösung von Metallfragmenten kommen kann. Insassen können hierdurch verletzt werden.

Betroffen sind die oben genannten Modelle in einem Produktionszeitraum zwischen dem 19. Januar 2005 und dem 6. November 2017. Weltweit bezieht sich der Rückruf auf 901.364 Autos, deutschlandweit auf 8.990 Autos. Das Rückruf wird beim Kraftfahrtbundesamt seit Mitte Februar geführt.

In den betroffenen Fahrzeugen muss der Fahrerairbag getauscht werden. Bisher sind laut Kraftfahrtbundesamt keine Vorfälle mit Sach- oder Personenschäden bekannt.

Auch Autohersteller BMW musste im Februar bereits zweimal über Rückrufaktionen informieren. Tausende SUVs müssen wegen einem Problem mit dem Lenksensor in die Werkstatt, weitere Fahrzeuge aus mehreren Modellreihen müssen wegen Problemen mit dem Starter zurückgerufen werden.