Nürnberg - Nach drei sieglosen Partien steht der Club allmählich unter Zugzwang. Die Pressekonferenz vor dem Auftritt am Freitagabend stand derweil ganz im Zeichen der Vertragsverlängerung mit Cheftrainer Miroslav Klose.

Die Würfel sind gefallen: Miroslav Klose steht auch weiterhin an der Seitenlinie des 1. FC Nürnberg und verlängert sein auslaufendes Arbeitspapier. Nachdem der Verein dies bereits am Donnerstagvormittag kommuniziert hatte, äußerte sich der 47-Jährige einmal mehr zu seiner Entscheidung: „Ich bin sehr glücklich hier, arbeite sehr gerne mit der Mannschaft zusammen und freue mich jetzt auf die nächsten Aufgaben.“

Etwaige Irritationen, die im Zuge seiner jüngsten Aussagen aufgekommen waren - Klose hatte sich zuletzt kritisch über die langfristige Planungssicherheit beim Club geäußert - wies der langjährige Nationalspieler zurück: „Jetzt ist alles geklärt. Intern hatte ich die Dinge schon angesprochen und im Nachhinein ist man immer schlauer.“

Klose warnt vor „schwerer Aufgabe“

Wenn es nach dem Weltmeister geht, täten die Franken ohnehin gut daran, sich aufs Sportliche zu konzentrieren. Nach nur einem Punkt aus den vergangenen drei Partien trennen den Club lediglich noch vier Zähler von Relegationsplatz 16. „Morgen haben wir mit dem KSC schon eine schwere Aufgabe vor der Brust und die wollen wir meistern“, gibt der Chefcoach die Marschroute vor. Um sich den Ernst der Lage zu vergegenwärtigen, müsse man sich die „Tabelle nur näher anschauen. Solange wir punktemäßig nicht sicher sind, müssen wir von Spiel zu Spiel schauen“, erklärte der ehemalige Torjäger vor dem „wichtigen Heimspiel“ unter Flutlicht. „Wir müssen die Punkte einfahren“, gab Klose unumwunden zu und verwies dabei sowohl auf die eigene Heimstärke als auch die magere Auswärtsbilanz des Altmeisters.

Die Badener wiederum könnte der Club mit einem Dreier hinter sich lassen. Mit der breitesten Brust dürften die Karlsruher derweil nicht im Max-Morlock-Stadion aufkreuzen, gelang ihnen aus den vergangenen zehn Ligapartien doch nur ein Sieg. Dennoch weiß Klose um die Tücken der Aufgabe und warnt eindringlich vor dem kommenden Gegner: „Der KSC ist eine gefährliche Mannschaft. Sie können richtig viel aus fast nichts machen. Ich glaube, sie haben einen Stürmer, der sich hier auskennt“, spielt der Trainer auf den einstigen Relegationshelden Fabian Schleusener an. Auch Routinier Marvin Wanitzek könne Spiele immer entscheiden.

Mittelfeld-Duo fehlt gesperrt

Um die drei Punkte im Achteck zu behalten, baut Klose einmal mehr auf die Unterstützung des Nürnberger Publikums: „Wenn wir mutig spielen und Chancen haben, kommt im Max-Morlock-Stadion eine Atmosphäre auf, die seinesgleichen sucht.“ Das Unterfangen Heimsieg Nummer sechs muss der FCN allerdings ohne die beiden Mittelfeldstrategen Rafael Lubach und Finn Ole Becker angehen, die gesperrt fehlen. Wer dafür in die erste Elf rückt, ließ Klose offen. Alles wolle er schließlich nicht verraten. Zumindest eine Personalentscheidung ließ sich der Mann des Tages dennoch entlocken: Für Winter-Leihgabe Javier Fernandez kommt ein Startelfeinsatz demnach noch zu früh.