
Grau in grau – so zeigte sich das Wetter in Bayern auch zu Wochenbeginn. Starke Bewölkung und Hochnebel kündigte der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Montag für weite Teile Bayerns an. Nur in den Alpen, im angrenzenden Vorland sowie im Bayerwald konnte die Sonne scheinen, heißt es im Wetterbericht. Und das bei Temperaturen zwischen 2 und 8 Grad.
In den Morgenstunden kam es gebietsweise zu Frost, in Niederbayern und in Alpennähe teils verbreitet. Besonders im Süden war vereinzelt mit Glätte durch Reif oder überfrierende Nässe zu rechnen. Für Nordbayern hatte der DWD ebenfalls Frost und Nebel vorhergesagt. In vielen Gebieten soll es ganztägig hochnebelartig bewölkt bleiben.
Im Umfeld von Donau und Naab bleibt es auch am Dienstag länger trüb durch Nebel und Hochnebel. Immerhin bleibt das Wetter ruhig, prognostiziert der fränkische Wetterexperte „Wetterochs“. Die Chancen stehen zudem nicht schlecht, dass es im Tagesverlauf aufheitert. Im Einzugsgebiet der Regnitz soll es demnach nicht regnen.
Milde Luftmassen erreichen Franken
Am Mittwoch strömen dann feuchte und sehr milde Luftmassen nach Mittel- und Oberfranken. Laut Wetterochs ist bei Temperaturen nahe 10 Grad mit ergiebigem Regen zu rechnen. Auch der DWD erwartet für Nordbayern bereits in der Nacht zum Mittwoch verbreitet Regen. Am Nachmittag ist schließlich mit zunehmenden schauerartigen Niederschlägen zu rechnen.
An den östlichen Mittelgebirgen ist am Mittwochmorgen stellenweise noch mit Glatteis oder Schneeglätte zu rechnen. Die Temperaturen liegen dort bei mäßigem Südwind zwischen 3 und 6 Grad. Ansonsten bleibt es in Nordbayern deutlich milder: 6 bis 11 Grad werden erwartet, begleitet von teils starken bis stürmischen Böen aus Südwest.
Langzeitprognose: Das Wetter im Frühling und Sommer
Der Januar 2026 war im Vergleich zu den vieljährigen Mittelwerten kälter, trockener und sonnenreicher - und unterbrach damit erstmals die Serie überdurchschnittlich warmer Monate, die seit Oktober 2022 angedauert hatte. Zuvor lagen die Monatsmitteltemperaturen 39 Monate in Folge über dem Mittel der Referenzperiode 1961-1990, teilte der DWD mit. Wie der Februar und der kommende Frühling im Mittel ausfallen werden, bleibt allerdings noch offen. Erste Prognosen deuten jedoch auf einen erneut kalten Endspurt hin - mit etwas milderen Tagen im Süden.
Während der vieljährige Mittelwert der Klimaperiode 1991-2020 im Februar für Deutschland bei 1,5 Grad liegt, ist der Monat gegenüber der internationalen Referenzperiode 1961-1990 um 1,1 Grad wärmer, erklärt der DWD. Nach Angaben des Wetterdienstes wetter.com rechnen die europäischen ECMWF-Modellläufe bis zum 22. Februar vor allem im Nordosten Deutschlands noch einmal mit tieferen Temperaturen von bis zu -2 Grad.
Georg Haas, Diplom-Meteorologe bei wetter.com, erwartet zum Monatsende im Süden Deutschlands Temperaturen um den Gefrierpunkt. Im Südwesten jedoch bleibt es voraussichtlich nass - und sogar zu nass.
Der Frühlingsanfang soll aktuellen Prognosen zufolge insgesamt mild verlaufen. Die amerikanischen und europäischen Langfristmodelle zeigen in dieser Einschätzung eine hohe Übereinstimmung.
Statistisch zieht sich der Winter im März tatsächlich weitgehend aus Deutschland zurück. Der Monat gilt als eher trocken und deutlich sonniger als der Februar, berichtet wetter.de. Die Sonne kann dann bereits spürbar Kraft entwickeln: Im März 2017 lag die Durchschnittstemperatur bei 7,2 Grad. Die Spannweite bleibt jedoch groß - 2005 wurden in Heidenheim an der Brenz extreme -28 Grad gemessen.
Nach der Langfristprognose des europäischen Wettermodells deutet sich ein normaler bis warmer Frühling an, mit Abweichungen von +0,5 bis +1,5 Grad gegenüber dem Klimamittel. Auch der Sommer könnte im Vergleich zur Periode 1961–1990 um +0,5 bis +1,5 Grad wärmer ausfallen, berichtet wetterprognose-wettervorhersage.de. Ein Hitze- oder Dürresommer ist derzeit nicht erkennbar, dennoch sind Langzeitprognosen grundsätzlich vorsichtig zu bewerten. Allein aus statistischen Gründen wäre jedoch auch ein erneut zu warmer Sommer 2026 nicht überraschend.
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