Lissabon - Urlauber auf der Iberischen Halbinsel müssen sich in den kommenden Tagen auf extreme Wetterbedingungen einstellen. Das Auswärtige Amt hat seine Reisehinweise verschärft und warnt nun ausdrücklich vor schweren Unwettern.

Auslöser ist das Atlantiksturmtief „Marta“, das auch beliebte Ferienregionen in Atem hält. Zu schweren Unwettern mit lebensbedrohlichen Überschwemmungen und Erdrutschen könnte es besonders in Portugal kommen. Allerdings dürften auch Teile Spaniens betroffen sein. Vor allem die Urlaubsregionen Algarve und Alentejo sowie der Großraum Lissabon gelten als gefährdet, zumal die Böden dort noch immer von wochenlangen Regenfällen gesättigt sind.

Insbesondere an Flüssen und Stauseen ist die Lage besonders kritisch: Hohe Pegelstände zwingen die dortigen Behörden, Talsperren zu öffnen. Dadurch wiederum verschärft sich die Überflutungsgefahr weiter. In Zentralportugal nördlich von Lissabon wurde bereits die höchste Warnstufe Rot ausgerufen, Hunderte Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden.

Lage auch in Teilen Spaniens angespannt

Auch in Spanien bereitet man sich auf die Unwetter vor. Im südlich gelegenen Andalusien wurden vorsorglich rund 8000 Menschen evakuiert, darunter 1500 aus dem Gebirgsdorf Grazalema. Nach Angaben der örtlichen Behörden fiel dort innerhalb von nur 16 Stunden so viel Regen wie in Madrid im gesamten Jahr. Für die ansässigen Bewohner ist der Spuk zudem noch nicht vorüber, werden doch am Samstag noch weitere kräftige Regenfälle erwartet.

Das Auswärtige Amt rät Urlaubern in den betroffenen Gebieten, Strände und Küsten zu meiden und die Anweisungen der lokalen Behörden zu befolgen. Reisende sollen sich zudem regelmäßig über die Wetterlage informieren, etwa beim portugiesischen Wetterdienst IPMA.

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