
Seit dem Jahr 1988 findet die Fastnacht in Franken im unterfränkischen Veitshöchheim mit ihren zahlreichen Auftritten, prominenten Besucherinnen und Besuchern und vor allem einer ordentlichen Menge Unterhaltung statt. Im kommenden Jahr wird bereits das 40-jährige Jubiläum der Sendung gefeiert, denn: Schon ein Jahr vor der Veranstaltung in Veitshöchheim wurde diese einmal in Lichtenfels in Oberfranken zelebriert.
Die Proben laufen, bei den Beteiligten kribbelt es gewaltig: Es sind nur noch wenige Tage bis zur „Fastnacht in Franken“ mit rotem Teppich für die Prominenz und frotzelnden Künstlern auf der Bühne in Veitshöchheim bei Würzburg. Umso passender zum kurz bevorstehenden Jubiläum der Sendung, die in Oberfranken begann, wird in diesem Jahr eine neue Showeinlage aus dem oberfränkischen Forchheim präsentiert: Mit der Lehrerin Janina Fuchs vom Verein „Närrische Siedler Lichteneiche“ aus Forchheim bekommt die Bütt heuer pädagogisches Flair.
Die 31-Jährige ist nach Angaben des Bayerischen Rundfunks (BR) als „Gaafergoschn“ ein Fastnachtsgewächs und tanzte früher in einer Garde. Die Pädagogin aus Oberfranken wird erstmals in der beliebtesten Sendung im Bayerischen Fernsehen zu sehen sein - an diesem Freitag von 19.00 Uhr an. „Sie war noch nie im Fernsehen“, sagte BR-Redakteur Rüdiger Baumann, und auch Fastnachtsurgesteine wie Michl Müller, Matthias Walz oder Sebastian Reich kenne sie bisher nicht persönlich.
Für die 31-Jährige geht nun ein Kindheitstraum in Erfüllung. Bevor es am kommenden Freitag für sie auf die Veitshöchheimer Bühne geht, hat sie aber schon einen Star getroffen, der bereits Erfahrung auf der Bühne hat. Wie sie auf ihrem Instagram-Profil teilt, traf sie in der vergangenen Woche Ines Procter bei den Weisendorfer Blummazupfern in Mittelfranken. Auf die wird sie am Freitag ein weiteres Mal treffen.
Millionen am Bildschirm
Die „Fastnacht in Franken“ wird live aus dem kleinen Ort nahe Würzburg übertragen. Es ist nach BR-Angaben die erfolgreichste Sendung aller dritten Programme. Knapp drei Millionen Menschen verfolgten die Show im BR-Fernsehen im vergangenen Jahr, davon rund 1,9 Millionen aus Bayern.
Zum 30. Mal dabei sind heuer die schrulligen Witwen „Waltraud und Mariechen“ - dargestellt von den Kabarettisten Martin Rassau und Volker Heißmann aus Fürth. Als Schreck der Politiker im Saal, die vielfach persönlich von den flotten Fegern angesprochen und durch den Kakao gezogen werden, zählen sie zu den Publikumslieblingen. „Die Witwen sind gut drauf, haben den Medizincheck bestanden und das Go von den Ärzten, dass sie wieder in Veitshöchheim dabei sein dürfen“, spöttelte Heißmann wenige Tage vor der Sendung.
Abschied nach zwei Jahrzehnten
Tränenreich dürfte der Abschied der Altneihauser Feierwehrkapell‘n von der dreieinhalbstündigen Kultsendung werden. Die berüchtigten Gäste aus der Oberpfalz lassen seit 20 Jahren kein gutes Haar an den Franken - und dennoch feiern die etwa 600 Narren im Saal die kultige Kapelle. In diesem Jahr wollen sie ein letztes Mal in Veitshöchheim dabei sein.
Und wer tritt in die übergroßen Fußstapfen der Lästertruppe? „Lassen Sie den Rauch verziehen und dann schauen wir nach Nachfolgern“, sagte der Präsident des Fastnacht-Verbands Franken, Marco Anderlik. Im nächsten Jahr steht die 40. „Fastnacht in Franken“ an. Es ist traditionell die Prunksitzung des Fastnacht-Verbands.

