
Seit dem Tag im Oktober, als bekannt wurde, dass die Bar Amerigo mit Sitz in der Gustavstraße in Fürth unter Insolvenzverwaltung stand, postete das Team auf Instagram jeden Tag, dass sie geöffnet haben. Im November gab es sogar mit einer Masken-Nacht ein Event für einsame Herzen.
Doch jetzt scheint der Kampf ein Ende genommen zu haben: In einem Post auf Instagram liest man Ende Januar, dass es nach fünf Jahren für das Team weitergehe. „Nicht weg – aber anders. Mit sehr viel Dankbarkeit für diese Zeit hier in Fürth“, steht dort weiter. Jetzt heiße es erstmal: „Alles muss raus.“
Jetzt, am 5. Februar, meldet das Portal fürthaktuell.de, dass das Amtsgericht Fürth am 3. Februar 2026 die Mitteilung veröffentlichte, dass im Insolvenzverfahren über das Vermögen der „AMERIGO Gastro und Catering UG“ Masseunzulänglichkeit festgestellt worden sei. Das bedeutet, dass die Kassen von Amerigo fast leer sind. Es ist einerseits noch genügend Geld vorhanden, um Kosten für den Insolvenzverwalter und das Gericht abzuleisten - doch alle anderen Schulden, die während des laufenden Verfahrens entstanden sind, sind demnach nicht mehr gedeckt - weil die finanziellen Mittel nicht mehr reichen. Meist ist das die letzte Etappe vor einer endgültigen Abwicklung.
Seinen Dank für die Treue der Gäste will das Team an einem letzten Abend zeigen und mit den Begleitern und Fans der Amerigo anstoßen. Details zum finalen Tag stehen noch nicht fest und würden bekannt gegeben. Auch zu den Hintergründen und ob es letztlich an der Insolvenz lag, gibt es derzeit noch keine Informationen. Eine Anfrage der Redaktion von nordbayern.de wurde noch nicht beantwortet.
Eins ist dem Team offensichtlich wichtig: Es soll in der Gustavstraße 16 „kein leerer Raum“ entstehen. „Die Gustavstraße lebt von Menschen, Ideen und Orten – und genau dafür soll es hier auch wieder Freiraum geben.“ Deswegen könne man sich mit Nachfolge(r)-Ideen melden. Inzwischen findet man auch in einer Instagram-Story zwei Daten für Besichtungstermine sowie einen Link zum Portal kleianzeigen.de, über das die Einrichtung neue Eigentümer finden soll.
Doch auch Wehmut kann man den Zeilen von Ende Januar entnehmen: „Das war mehr als ein Laden – das war ein Ort, an dem Menschen zusammengekommen sind.“ Es habe nie Reibereien gegeben, das Team habe nie das Gefühl gehabt, Gäste wären „unzufrieden“ nach Hause gegangen.
Dieser Artikel wurde am 5. Februar gegen 13.45 Uhr um die bekannt geworden Masseunzulänglichkeit und die Besichtungstermine aktualisiert.
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