
Die Nürnberger Innenstadt befindet sich im Wandel. Während in den vergangenen zwei Jahren rund 120 neue Geschäfte eröffneten, kämpfen einzelne Lagen weiterhin mit Leerständen und sinkender Frequenz. Besonders die Breite Gasse steht im Fokus: Erst kürzlich schlossen hier mit McDonald’s, Starbucks und Foot Locker gleich drei internationale Marken ihre Filialen.
Im vorderen Teil der Breiten Gasse prägen Leerstände das Bild, im hinteren Abschnitt seit Monaten Bauarbeiten. Die Auswirkungen lassen sich messen: Zählten die Frequenzmesser 2024 noch etwa 6,9 Millionen Passantinnen und Passanten, waren es 2025 nur noch 6,6 Millionen.
Deutlich positiver fällt die Entwicklung in der Königstraße und der Karolinenstraße aus. Beide gehören seit Jahren zu den meistfrequentierten Einkaufsstraßen der Stadt und behaupten auch 2025 erneut Plätze in den bundesweiten Top 30 des Messdienstleisters hystreet.com GmbH. Rund 14 Millionen Menschen bewegten sich über die Königstraße (Platz 23), ein Plus von 2,6 Prozent. Die Karolinenstraße kommt auf 13,2 Millionen und verzeichnet ein Wachstum von drei Prozent (Platz 28).
Auch abseits der Hauptachsen zeigt sich ein Aufwärtstrend: In der Kaiserstraße stieg die Frequenz um 8,3 Prozent auf rund 6,8 Millionen, am Ludwigsplatz um 6,9 Prozent auf etwa acht Millionen.
Die Laserfrequenzmessung erfasst an mehreren Standorten in der Innenstadt kontinuierlich und anonym die Anzahl der Passantinnen und Passanten. Die gewonnenen Daten sollen dabei helfen, Bewegungsströme zu analysieren und Maßnahmen für die Weiterentwicklung der Innenstadt abzuleiten.
Wirtschaftsreferentin sieht positive Entwicklung
Für Wirtschafts- und Wissenschaftsreferentin Andrea Heilmaier bestätigen die Ergebnisse die strategische Ausrichtung der Stadt: „Die aktuellen Frequenzzahlen zeigen deutlich, dass sich die Nürnberger Innenstadt positiv entwickelt und von den Besucherinnen und Besuchern sehr gut angenommen wird.“ Dort, wo die Innenstadt bereits stark sei, wolle man die Qualität weiter ausbauen. Gleichzeitig gehe es darum, jene Bereiche zu stärken, in denen noch Handlungsbedarf bestehe, um Nürnberg langfristig als „attraktiven Ort für Handel, Aufenthalt und Begegnung“ zu sichern.
Immer topaktuell informiert bleiben über die wichtigsten Themen aus der Region? Über unseren WhatsApp-Kanal erfahren Sie alle Neuigkeiten aus erster Hand.
Hier geht es direkt zum WhatsApp-Channel - eine „Schritt für Schritt“-Anleitung finden Sie hier.

