
Die Aufregung begann im Herbst. Mit einem anstehenden Fahrplanwechsel der Deutschen Bahn stand im Raum, dass Ansbach seltener vom ICE und IC angesteuert werden könnte. Die DB gab damals schnell Entwarnung: Es könne baubedingte, saisonale oder nachfragebedingte Anpassungen geben, davon seien aber allenfalls Einzelzüge betroffen.
Tatsächlich entfiel dann zum 14. Dezember die IC-Verbindung von Hamburg nach Oberstdorf/Berchtesgarden über Ansbach und statt viermal am Tag konnten Fahrgäste ab Ansbach nur noch zwei Mal am Tag über Nürnberg nach Jena und Leipzig fahren. Bestehen blieb eine IC-Verbindung nach Stuttgart und nach Nürnberg im Zwei-Stunden-Takt.
Nun gibt es erneut Sorge um die Anbindung von Ansbach an die Fernverkehrszüge der Deutschen Bahn. In einem Schreiben, das dieser Redaktion vorliegt, moniert die SPD-Fraktion Ansbach den Wegfall der IC-Verbindung von und nach Stuttgart und eine Ausdünnung der ICE-Verbindungen von und nach München.
Auf eine ausführliche Anfrage dieser Redaktion zur Entwicklung der ICE- und IC-Verbindungen ab Ansbach reagiert die Deutsche Bahn knapp: Ansbach profitiere im Fahrplan 2026 von einer ICE-Direktverbindung nach Hannover beziehungsweise Hamburg. Zunächst verkehrten auf der Strecke zwei Zugpaare, ab dem 7. Februar ist es nur noch eines. „Hintergrund ist der Start der Generalsanierung Nürnberg–Passau am kommenden Freitag“, heißt es vom Konzern weiter.
Es ist diese Ausdünnung, auf die auch die SPD-Fraktion anspielt. Die ICE verkehren zwischen Hamburg beziehungsweise Hannover und München. Diese baubedingte Einsparung wird bereits seit Dezember von der DB kommuniziert.
Zu den entfallenden IC-Verbindungen gibt die Sprecherin hingegen keine Auskunft. Tatsächlich zeigt sich bei der Buchungsauskunft im DB Navigator aber, dass ab Freitag, 30. Januar vorerst keine Verbindung im Fernverkehr von Stuttgart nach Ansbach oder zurück angeboten wird. Die letzten IC-Verbindungen verkehren laut DB Navigator am Donnerstag (29. Januar). Ab dem 4. Februar stehen die Verbindungen dann wieder zur Verfügung.
Einen neuerlichen Ausfall auf der Strecke zwischen Nürnberg und Stuttgart soll es dann vom 24. Februar bis 25. März geben. Hierbei handelt sich wohl um eine baustellenbedingte Einschränkung. Brückenarbeiten und Arbeiten an der Leit- und Sicherheitstechnik seien notwendig, heißt es in einer Online-Auskunft der DB. In diesem Kontext entfallen die Züge der Linie IC 61 (Karlsruhe - Stuttgart - Nürnberg - Jena - Leipzig). Davon betroffen ist auch die Haltestelle Ansbach. Ab dem 26. März ist die Verbindung dann im DB Navigator wieder verfügbar.
Im Gespräch mit dieser Redaktion sagt Martin Porzner (SPD Fraktion Ansbach), dass sich in den vergangenen Jahren eine kontinuierliche Ausdünnung der Fernverkehrsverbindungen ab Ansbach erkennen lasse. Wichtig sei daher, dass nun nicht noch weitere Einschnitte vorgenommen würden.
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