Fürth - Weil es offenbar vermehrt Kritik zu den Räumdiensten gab, hat sich die Stadt Fürth nun in einem Statement zu Wort gemeldet. Die Behörde gibt Einblicke - aber auch wichtige Hinweise.

So heftig wie lange nicht mehr wurden Bayern, aber auch Franken und die Region in den letzten Stunden und Tagen eingeschneit. An gewissen Stellen sind wohl neue Rekordwerte für diese Jahreszeit vom Himmel gefallen. Der Berufsverkehr am Montagmorgen (26. Januar 2026) wurde teilweise zu einem echten Nadelöhr.

Was in der Region an zahlreichen Orten auffiel: Obwohl sämtliche Räumdienste und deren Einsatzkräfte buchstäblich an ihre Grenzen gingen und auch darüber hinaus, um die Sicherheit auf den Straßen im Freistaat zu gewährleisten, blieben (logischerweise) auch noch zahlreiche Flächen übrig, die nur spärlich oder gar nicht geräumt waren. Auch die Stadt Fürth hat offenbar zahlreiche Beschwerden in diese Richtung erhalten.

Deswegen sah sich die Behörde nun dazu gefordert, einmal klar und deutlich Stellung zu der Thematik zu nehmen. Und das taten die Verantwortlichen dann auch am Mittwochnachmittag (28. Januar 2026). Unter anderem auf der Meta-Plattform Instagram stand dann folgendes Statement zu lesen: „Liebe Community, uns und unsere Kolleg*innen von der Abfallwirtschaft und vom Bauhof erreichen seit Beginn der Woche zahlreiche Beschwerden. Wir verstehen den Unmut über nicht geräumte Gehwege oder nicht geleerte Tonnen. Dazu möchten wir uns – auch im Namen der Kolleg*innen – kurz äußern“.

Nach dieser Einleitung gibt die Stadt dann weiter Einblick in die systematischen Planungen der verschiedenen Stellen: „Für viele der Beschwerden sind wir tatsächlich nicht der richtige Adressat. Denn: Schippen ist auch Anliegerpflicht. Das gilt im Übrigen auch für Bushaltestellen, die vor dem eigenen Anwesen stehen. Die Räum- und Streupflicht gilt auch für Firmen“.

Auch was den eigenen Part angeht, bleibt die Stadt hier so transparent wie nur möglich: „Grundsätzlich ist der Winterdienst in Prioritäten eingeteilt – Hauptverkehrsstraßen und Bustrassen haben Vorrang vor allen anderen Straßen. Zum gesamten Team gehören 136 Kolleg*innen im Rufbereitschaftsplan. Davon waren seit Sonntagabend rund 110 Kolleg*innen in den verschiedenen Schichten rund um die Uhr im Einsatz. Sind die Strecken geräumt, werden sie anschließend nach den gleichen Prioritäten gestreut“.

Nur aufgrund der Einsatzbereitschaft dieser Menschen sei es überhaupt möglich gewesen, die Straßen sowie den ÖPNV so sicher wie nur möglich zu gestalten, betonen die Verantwortlichen in dem Statement dann weiter.

Weil auch das Thema Müllabholung immer wieder auf dem Tisch lande, gibt man auch hier noch allen Bürgerinnen und Bürgern wichtige und aktuelle Hinweise mit auf den geräumten Weg. Die leicht veränderten Rahmenbedingungen in Sachen Müll können Sie hier noch einmal in Ruhe nachlesen.

Vorerst abschließend heißt es dann: „Unsere Kolleg*innen geben alles und arbeiten an der Belastungsgrenze. Dafür möchten wir uns bedanken und betonen, dass bei solchen Witterungsbedingungen manches eben erst nach und nach erledigt werden kann. Außerdem sind wir alle gefragt, mit anzupacken!“.

Das Anpacken könnte schon kommende Nacht wieder gefragt sein, denn: Laut Prognosen könnten dann die nächsten Schneemassen auf den fränkischen Himmel herabfallen. Alle Entwicklungen dazu können Sie hier noch einmal erfassen: