
Nach 150 Jahren ist jetzt Schluss mit der Spessart-Brauerei – zumindest unter diesem Namen. Die Firma mit Sitz im unterfränkischen Kreuzwertheim startet allerdings unter neuem Namen ins Jahr 2026. Nach Insolvenz im Sommer heißt das Unternehmen nun Brauhaus Spessart, wie unter anderem der SWR und die Main-Post berichteten und Geschäftsführer der Brauerei Oliver Heitjans auf LinkedIn bestätigte.
Grund für die Insolvenz war dem SWR zufolge ein mehrwöchiger Produktionsausfall im vergangenen Frühjahr und damit fehlende Mittel zur Sanierung des in die Jahre gekommenen Sudhauses.
Doch jetzt gibt es für das Unternehmen sowie seine Kundinnen und Kunden gute Nachrichten: Geschäftsführer Oliver Heitjans bestätigte auf LinkedIn, dass alle Anteile der insolventen Brauerei von Brauhaus Spessart GmbH zum 1. Januar 2026 übernommen wurden. Neuer Mitgesellschafter ist demnach der Unternehmer Rainer Kurtz vom Industriekonzern Kurtz-Ersa aus dem angrenzenden Wertheim im Main-Tauber-Kreis.
Wie Heitjans im Interview mit dem SWR verriet, bleiben Optik und Geschmack der Getränke vorerst unverändert, ebenso die Mitarbeiterzahl von zwölf Angestellten. Und obwohl demnach vieles gleich bleibt, ist es dennoch ein Neustart für das Unternehmen, den Heitjans gegenüber dem SWR als „Aufbruch“ beschrieb. „Wir haben die alten Zöpfe abgeschnitten und blicken mit neuer Struktur und neuen Investoren positiv in die Zukunft“, sagte er im Interview.
Für Kundinnen und Kunden soll der Wechsel laut Heitjans kaum spürbar sein: So solle etwa die regionale Verwurzelung nicht verloren gehen, die laut Angaben der Brauerei seit über 150 Jahren besteht. „Hier (Anmerkung der Redaktion: aus dem Spessart) kommen wir her. Hier ist unsere Heimat“, so Heitjans im SWR-Interview. Auch deshalb sei ihm wichtig gewesen, Spessart unbedingt im Namen beizubehalten.
Damit nicht genug: Auch das Brauhaus-Sortiment solle nahezu identisch bleiben – hierzu zählen verschiedene Biere, aber auch alkoholfreie Schorlen und Limonaden. Lediglich kleine Anpassungen sollen folgen, „um moderne Geschmäcker zu treffen“, berichtet der SWR.
Geschäftsführer Oliver Heitjans jedenfalls blickt laut eigener Aussage gegenüber dem SWR positiv in die Zukunft. Er habe ein gutes Gefühl, sagte er im Interview.
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