Nürnberg - Aufwändige Braten sind kein Muss zu Weihnachten. Bei vielen fränkischen Familien gibt es an Heiligabend Wienerle mit Kartoffelsalat. Hier ist ein Rezept, wie dieser simple Klassiker zum Festtagsschmaus wird.

Während in Frankreich Austern und Gänsestopfleber und in Italien verschiedenste Variationen von Fisch an Heiligabend auf dem Tisch stehen, gehört für 36 Prozent der Deutschen dieses bodenständige Gericht zum Fest der Liebe: Goldgelber Kartoffelsalat mit knackigen Würstchen und Senf.

Warum genau diese Kombination zur Weihnachtstradition wurde, hat mehrere Gründe. Zum einen ist das Festmahl einfach und schnell zubereitet. Das ist sehr praktisch für alle, die am 24. Dezember tagsüber arbeiten müssen. Zum anderen wurde so in den 1950er Jahren, wo die Menschen oft knapp haushalten mussten, für den großen Festschmaus am ersten Weihnachtsfeiertag gespart.

Zutaten für den fränkischen Kartoffelsalat

Für 4 Personen:

  • 1 Kilogramm Kartoffeln (festkochend)
  • 1 Bund Frühlingszwiebeln
  • 1 Gemüsezwiebel
  • 8 Essiggurken
  • 150 Milliliter Brühe
  • 3 EL Öl
  • 2 EL Essig
  • 1 EL Senf
  • 1 Bund Schnittlauch
  • etwas Salz und Pfeffer

Zubereitung des Rezepts für den Kartoffelsalat

Die Kartoffeln waschen und etwa 30 Minuten gar kochen. Danach werden sie sofort abgepellt und müssen kurz ausdampfen.

Währenddessen wird die Zwiebel geschält und fein gewürfelt. Die Essiggurken werden längs halbiert und in dünne Scheiben geschnitten. Die Kartoffeln werden ebenfalls in dünne Scheiben geschnitten. Dafür kann ein Eierschneider sehr hilfreich sein. Dann werden einer Schüssel die Kartoffeln mit den Zwiebeln, Essiggurken, Brühe, Essig, Öl, Salz und Pfeffer vorsichtig vermengt. Die Kartoffelscheiben sollten dabei nicht brechen.

Das ganze muss nun mindestens eine halbe Stunde ziehen. Kurz vor dem Servieren sollte der Kartoffelsalat nochmal abgeschmeckt werden. Zum Schluss wird der Schnittlauch in feine Ringe geschnitten und über dem Kartoffelsalat verteilt.

So kocht man die Würstchen ohne, dass sie platzen

Um Wiener Würstchen ohne Platzen zu kochen, muss das Wasser im Topf zuerst zum Kochen gebracht werden. Danach wird der Kochtopf vom Herd genommen oder die Hitze stark reduziert. Das Wasser sollte eine Temperatur von 70 bis 80 Grad Celsius haben. Die Wienerle sollten dann für 10 bis 15 Minuten im Wasser ziehen. Wichig: Das Wasser darf nicht sprudelnd kochen, da der entstehende Druck die Pelle platzen lässt. Um das zu vermeiden hilft auch etwas Salz im Wasser.

Alternatives Gericht

Wer keine Lust auf Wiener Würstchen hat, kann sich ganz einfach in der Pfanne fränkische Bratwürstchen anbraten. Dazu passt der Kartoffelsalat genauso. Alternativ kann als Beilage auch fertiges Sauerkraut einige Minuten im Topf erhitzt werden.