
Ende Juni kam der zwölf Wochen alte Kater Fluffy ins Nürnberger Tierheim. Sein früherer Besitzer hatte keine Zeit mehr für ihn. Während er im Tierheim auf sein neues Zuhause wartete, lernte Fluffy seine beste Freundin Livia kennen. Die beiden wurden ein unzertrennliches Team, schreibt das Tierheim Nürnberg auf Facebook.
Wenige Wochen später besuchte eine Familie mit drei Kindern das Tierheim. Sie verliebten sich sofort in Fluffy und Livia und es wurde vereinbart, dass beide Katzen gemeinsam in ihr neues Zuhause ziehen. „Doch alles kam anders“, schreibt das Nürnberger Tierheim in im Facebook-Post. Am Tag vor dem geplanten Einzug ins neue „Für immer Zuhause“ verschlechterte sich Fluffys Gesundheitszustand: „Er musste in die Tierklinik, sein Darm war verstopft“.
Nach der Behandlung kehrte er zunächst ins Tierheim zurück, doch Fluffys Problem wurde immer schlimmer, Mehrere Klinikbesuche folgten, bis schließlich eine Darmverengung diagnostiziert wurde – eine Operation war notwendig, Fluffy war dafür aber noch viel zu jung. Ein paar Tage später erbrach der kleine Kater Blut, „es ging im sehr schlecht“. Die Pflegerinnen brachten Fluffy wieder in die Klinik und er wurde operiert.
Nach der Operation und sechs Wochen Genesung erholte sich Fluffy vollständig und er kann ein normales Leben führen. Während der monatelangen Behandlungszeit blieb die Familie mit dem Tierheim in engem Kontakt, denn für sie stand fest: Fluffy und Livia sind „ihre Katzen“, egal wie lange sie auf ihre beiden neuen Mitbewohner warten müssen. Nach über drei Monaten war es dann endlich soweit und die beiden Katzen durften Anfang Oktober umziehen.
Laut des Tierheims sind solche Geschichten nicht mehr selbstverständlich: Viel zu oft kommen Interessenten, lernen ein Tier kennen, die Mitarbeiter möchten einen Abholtermin ausmachen und „plötzlich haben sie schon ein anderes Tier gefunden“. Andere Interessenten „tauchen nicht mal zum Termin auf und melden sich nie wieder“. Das Tierheim Nürnberg schreibt weiter: „Deswegen zeigt uns diese Geschichte, dass es auch noch Ausnahmen gibt!“.
