
Wie der Servicebetrieb Öffentlicher Raum (Sör) mitteilt, wird bald ein neuer Hesperidengarten die drei bestehenden in der Johannisstraße ergänzen. Im Herbst 2026 soll der Gartenbau, der durch Fördermittel unterstützt wird, abgeschlossen sein. Bereits jetzt führt der Sör dafür erste Vorarbeiten durch.
Vorarbeiten für die neue grüne Oase beginnen
Ab Mitte Januar wird der Sör auf der Baustelle des neuen Hesperidengartens in St. Johannis notwendige Sicherheitsarbeiten an den Bäumen durchführen. Im Dezember 2025 stellte der Sör im Rahmen einer Überprüfung fest, dass fünf Bäume so stark geschädigt sind, dass sie umfallen oder brechen könnten. Es handelt sich um Robinien und Ahorne mit erheblichen Schäden am Stamm und am Stammfuß.
Pflanzung neuer Bäume schon geplant
Wie die Stadt Nürnberg mitteilt, habe eine Fachfirma bestätigt, dass die Bäume aus Gründen der Verkehrssicherheit entfernt werden müssen. Kranke oder geschädigte Baumteile werden eingekürzt sowie Totholz entfernt. Bei der Neuanlage des Hesperidengartens im Lauf des Jahres 2026 werden dann neue Bäume gepflanzt.
Oberbürgermeister König setzte den Spatenstich
Bereits am 29. Oktober, besiegelten Oberbürgermeister Marcus König, Bürgermeister Christian Vogel und weitere Vertreter den Baustart des neuen Gartens feierlich mit einem Spatenstich. König betonte, dass die Hesperidengärten wichtige Grünflächen im dicht bebauten Stadtteil St. Johannis seien. Laut dem Oberbürgermeister würden die historischen Gärten zur Geschichte und zur Identität des Stadtteils gehören. Christian Vogel fügte hinzu: „Mit dieser Maßnahme erschaffen wir aus einer ehemaligen Industriebrache ein wertvolles Stück Stadtnatur für Nürnberg. Unser Ziel ist es, die Gärten in ihrer Gesamtheit wiederherzustellen.“
Das ist für den neuen Garten geplant
Im vierten Garten soll die Tradition der Hesperidengärten in zeitgemäßer Form neu interpretiert werden. Die Grünanlage soll barrierefrei werden und schattige Sitzplätze bieten. In der Mitte des Gartens wird ein runder Brunnen seinen Platz finden. Auch ein kleines Wäldchen im Süden des Gartens ist geplant. Zitruspflanzen sollen an die goldenen Äpfel der Hesperiden erinnern. Nach der griechischen Mythologie bewachten die Hesperiden in ihrem Garten einen Baum mit goldenen Äpfeln, die den Göttern ewige Jugend bescheren sollten. Herkules bewältigte eine seiner zwölf Arbeiten, indem er sie dennoch raubte. In Anlehnung an diese Sage wurden Zitrusfrüchte ihrer goldenen Schale wegen im 17. und 18. Jahrhundert von Gelehrten als Hesperiden bezeichnet.
Über zwei Millionen Euro für neue grüne Oase in Nürnberg
Die Gesamtkosten des neuen Hesperidengarten betragen rund 2,6 Millionen Euro. Etwa 1,9 Millionen Euro davon werden von der mittelfränkischen Regierung übernommen. Nach der Fertigstellung des neuen Gartens wird der angrenzende Stellplatz entsiegelt und zu einem barrierefreien Zugang umgewandelt. Rosenbeete und Zierapfelbäume sorgen für die Begrünung des Zugangs.

