Nürnberg - An heißen Tagen flüchten viele Menschen zur Abkühlung in Freibäder, an schattige Plätze oder in kühle Räume. Aber auch Haustieren machen die hohen Temperaturen zu schaffen. Mit diesen Tipps lassen sich Gefahren vermeiden.

Die erste große Hitzewelle des Jahres 2026 ist da, mit bis zu 37 Grad rechnet ein fränkischer Wetterexperte in den kommenden Tagen. Was vielen Zweibeinern ein lang erwartetes Gefühl von Sommer beschert, kann Haustieren schnell schwer zu schaffen machen. Mit diesen Tipps der Tierschutzorganisation Peta können auch Vierbeiner die heißen Tage des Jahres weitestgehend unbeschwert genießen. Und vor allem vor möglichen Gefahren geschützt werden.

Ausreichend Flüssigkeit

In den eigenen vier Wänden sollte jederzeit mindestens ein gefüllter Napf mit frischem Wasser bereitstehen. Gerade Katzen sollten durch mehrere Wasserstellen oder einen Katzenbrunnen zum Trinken angeregt werden. Auch die Zugabe von Eiswürfeln kann eine sinnvolle Ergänzung sein.

Vor allem für Nager ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr wichtig. Insbesondere Kaninchen und Meerschweinchen neigen laut Peta zu Harnwegsinfekten und können schnell überhitzen. Über frisches Gras und Kräuter können die Kleintiere ebenfalls zusätzliche Flüssigkeit aufnehmen. Dieses sollte daher ebenfalls stets zugänglich sein oder gereicht werden.

Für Hundebesitzer gilt: Unterwegs sollte stets eine Flasche Wasser mitgenommen und dem Vierbeiner regelmäßig Gelegenheit zum Trinken geboten werden.

Möglichst für Abkühlung sorgen

Viele Hunde freuen sich über einen erfrischenden Sprung ins kühle Nass: Ein Ausflug zu einem Badesee eignet sich dafür hervorragend. Eine Übersicht über alle Hundestrände in der Region gibt es hier.

Wer keine Zeit oder keine Gelegenheit hat, kann dafür auch ein Planschbecken auf dem Balkon oder im Garten aufstellen. Zuhause bieten aber auch spezielle Kühlmatten mit Gel, die durch Körperdruck aktiviert werden, Katzen, Hunden und auch anderen Kleintieren eine willkommene Erfrischung. Alternativ kann man auch ein nasses Handtuch auslegen oder das Fell der Tiere mit etwas Wasser befeuchten um für eine Erfrischung zu sorgen.

Schutz vor Sonneneinstrahlung

Besonders warnt Peta davor, Hunde bei hohen Temperaturen im Auto zu lassen. Hier kann es schnell zu irreparablen Organschäden oder sogar einem Herzstillstand kommen. Wer bei Hitze einen Hund im Auto sieht, sollte umgehend die Polizei rufen. Sollte sich das Tier in Lebensgefahr befinden, darf sogar die Scheibe eingeschlagen werden, sofern es keine andere Möglichkeit gibt, den Vierbeiner zu befreien.

Kaninchen, Meerschweinchen und Vögel brauchen es im Sommer möglichst kühl. Die Wohnung sollte dementsprechend abgedunkelt werden. Im Außenbereich sollte der Unterschlupf unbedingt im Schatten stehen. Ein Ventilator hingegen ist keine Alternative, da sich die Tiere durch den Luftzug schnell erkälten können.

Gassirunden sollten am besten in den Morgen- oder Abendstunden stattfinden. Auch Freigänger-Katzen sollte stets die Möglichkeit zur Verfügung stehen, ein schattiges und kühles Plätzchen aufzusuchen, besonders in den besonders warmen Mittags- und Nachmittagsstunden.

Sonnenbrand vorbeugen

Helle Tiere mit sensibler Haut können an Nasenrücken und den Ohren mit Sonnencreme eingeschmiert werden. Hier sollte ein ungiftiges Naturkosmetikprodukt oder eine Sonnencreme für Kleinkinder mit Lichtschutzfaktor 50 verwendet werden. Weist die Haut bereits rote oder schuppende Stellen auf, sollte das Tier umgehend aus der Sonne genommen werden und bestenfalls zur weiteren Untersuchung zum Tierarzt gebracht werden.

Symptome eines lebensgefährlichen Hitzeschlags

Bei Hunden sind starkes Hecheln, Apathie und Nervosität Anzeichen für Überhitzung. Taumeln, eine dunkle Zunge, ein glasiger Blick oder Erbrechen deuten auf einen bereits erlittenen Hitzschlag hin. In diesem Fall kann sich das Tier in akuter Lebensgefahr befinden und sollte sofort in den Schatten gebracht werden. Nun sollte der Körper, besonders die Pfoten und Beine, vorsichtig mit handwarmem oder leicht kühlem Wasser befeuchtet werden.

Vorsicht: Bei zu rascher Abkühlung durch zu kaltes Wasser droht ein Kreislaufschock. Trinkwasser sollte niemals eingeflößt werden.

Liegt ein eigentlich gesundes Kaninchen teilnahmslos auf der Seite und atmet schnell und flach, sollte es sofort in den Schatten gebracht werden. Zusätzliche Abkühlung kann durch Unterlage eines kühlen und feuchten Handtuchs gewährleistet werden.

Bei Anzeichen für einen Hitzeschlag sollten Tiere umgehend in tierärztliche Behandlung gebracht werden.

Aber auch für uns Menschen, die wir ja verantwortlich für unsere Tiere sind, gibt es einige Tipps für die ganz heißen Tage - auch dafür haben wir ein paar zusammengefasst.