
Pacht, gestiegene Energiekosten und hochwertige Zutaten seien eben alles andere als billig, so Restaurant Betreiber Michael Weiß. "Die Realität sieht leider so aus, dass wir einen Mindestverzehr pro Quadratmeter brauchen", sagt er. Und den habe er nur, wenn er den Tisch im Laufe des Abends doppelt besetze.
Deshalb führte er, wie viele andere Lokale der Region mittlerweile auch, in seinen Restaurants "Zen" in Erlangen und im "O-Sha" in Nürnberg Zwei-Stunden-Slots ein. Probleme machen ihm die Reservierungen allerdings nicht nur wegen der Zeit-Slots. "Einige Gäste kommen viel zu früh, viel zu spät oder gar nicht", sagt er. Erst vergangene Woche tauchte eine Reservierung mit 16 Gästen nicht auf.
Genau aus solchen Fällen hat Marco Marongiu vom italienischen Restaurant "Culina" in Nürnberg eine klare Konsequenz gezogen: Seit drei Jahren arbeitet der Gastronom mit einem Reservierungssystem, bei dem Gäste ihre Kreditkarte als eine Art Pfand hinterlegen müssen. Wer nicht kommt, muss 30 Euro pro Person zahlen.
Wie die Gäste darauf reagieren und warum Thomas Förster, Vizevorsitzender des Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) in Bayern dieses System nicht jedem Restaurant empfehlen würde, lesen Sie auf NN.de.
