
Die "Künstler-Klause" in Coburg ist wütend, so steht es wörtlich auf Facebook. Der Grund dafür ist ein Problem, das in den letzten Monaten und Jahren immer mehr Gastronomen zu schaffen macht: Gäste lassen ihre Reservierung platzen und kommen einfach nicht. Das kostet den Unternehmerin viel Geld, weil sie Tische nicht spontan nachbesetzen können - und anderen Gästen zuvor abgesagt hatten. Sogenannte "No Shows", sagen Experten, bringen so manchen Restaurantbetreiber an den Rand des Ruins.
Zahlreiche Lokale haben bereits reagiert. Einige verlangen beispielsweise eine Strafgebühr, andere nehmen gar keine Reservierungen mehr an. Die Wut ist groß. Nun machen die Betreiber eben jene "Künstler-Klause", einem Restaurant mit deutscher Küche in Coburg, ihrem Ärger Luft.
Strafgebühr: Nürnberger Gastronomen reagiert mit drastischer Maßnahme
"Bitte nehmt eure Reservierungen wahr oder sagt sie bitte wenigstens rechtzeitig ab", heißt es in einem Facebook-Post. "Für uns bedeutet jeder freie Platz Verlust und Verschwendung von Ressourcen." Teils hätten Gäste mehr Plätze als benötigt reserviert. Andere seien gar nicht erst erschienen. "Ihr nehmt anderen den Platz weg! Hier sprechen wir auch für andere Kollegen, die teilweise auch mit diesem Problem kämpfen."
Andere Unternehmer reagieren mit drastischen Maßnahmen. Das "Essigbrätlein", ein Nürnberger Sterne-Restaurant, verlangt etwa bis zu 100 Euro Strafgebühr, wenn Gäste trotz Reservierung einfach nicht erscheinen. "Der Schaden im Laufe des Jahres ist erheblich und dokumentiert die leider oft nicht vorhandene Wertschätzung für unseren Beruf", sagt der Koch Andree Köthe. Mehr dazu lesen Sie hier.
