
Bei einer Verpuffung in einem Restaurant in der Ingolstädter Innenstadt ist eine Kellnerin schwer verletzt worden. Wie die Polizei mitteilte, kam sie mit Brandverletzungen zweiten und dritten Grades in eine Nürnberger Spezialklinik. Nach ersten Ermittlungen hatte die 51 Jahre alte Restaurantmitarbeiterin einen Ethanolofen nachgefüllt, als es am Freitagnachmittag zur Verpuffung kam. Diese löste einen kleineren Brand von Stühlen und Dekoartikeln aus. Das Feuer wurde den Angaben zufolge von einem Gast gelöscht. Wie es zu dem Unfall kommen konnte, war zunächst unklar.
Ein 80-Jähriger ist zudem an anderer Stelle im Freistaat im Heizungskeller seines Hauses im oberbayerischen Kaufering tot gefunden worden. Seine Frau habe den Mann dort leblos am Boden gefunden, nachdem er eine Stunde lang nicht aus dem Keller des Mehrfamilienhauses zurückgekehrt war, teilte die Polizei mit. Feuerwehrleute hätten eine erhöhte Kohlenmonoxid-Konzentration in dem Heizungsraum gemessen. Die Ermittler könnten nicht ausschließen, dass ein Zusammenhang mit dem Tod des Mannes bestehe.
Kohlenmonoxid ist ein Gas ohne Farbe, Geruch und Geschmack - und dementsprechend schwer zu bemerken. Es entsteht, wenn zum Beispiel Treibstoffe nicht vollständig verbrennen, weil zu wenig Sauerstoff zur Verfügung steht. In höheren Konzentrationen in geschlossenen Räumen wirkt es laut Umweltbundesamt als starkes Atemgift und kann tödlich sein. Vorsorglich seien daraufhin alle Bewohner aus dem Mehrfamilienhaus gebracht worden, die Frau des Rentners wurde zur Abklärung in einem Krankenhaus untersucht. Die Kriminalpolizei ermittelt weiter zur genauen Todesursache.
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