Nürnberg - Reinhold Messner (82) sagt bei „3nach9“, ohne seine Frau wäre er „völlig verloren“. Schon in einem Podcast hatte er erklärt, ihm sei nur sie geblieben. Seine Kinder erzählen die Geschichte anders.

Am Freitagabend, 6. November, war Reinhold Messner (82) gemeinsam mit seiner Frau Diane (46) bei „3nach9“ zu Gast. Moderatorin Judith Rakers wollte von ihm wissen, ob ihm das Alter und eine Welt, die sich immer schneller verändert, erstmals Grenzen setzen. „Das ist zum Teil richtig und ich lebe damit“, antwortete er. „Ich bin mit dem Altern mehr oder weniger einverstanden und bin auch mit dem Tod einverstanden ohne Bedauern.“

Was ihm dabei hilft, sagte er gleich dazu: „Diane hat mir ein neues Leben eröffnet“, so Messner. „Alleine könnte ich das nicht. Alleine wäre ich heute völlig verloren.“ Diane ergänzte: „Wir sind ja nur allein. Es gibt nur uns zwei, die das ganze Leben organisieren.“

Ähnlich hatte Messner sich schon Anfang Oktober geäußert. Im Podcast „Hotel Matze“ las Gastgeber Matze Hielscher einen Satz aus dem Buch „Lebenszeit. Vom Wert der Vergänglichkeit“ vor: „Es ist mir mit 82 nur eine Person geblieben, die sich um mich kümmert, meine Frau Diane.“

Messner bezieht sich dabei auf seine vier Kinder Layla, Magdalena, Simon und Anna Juditha. 2019 hatte er ihnen sein Vermögen schon zu Lebzeiten übertragen. Das Vermögen Magazin geht von 30 bis 37 Millionen Euro aus, dazu gehören laut Medienberichten auch Immobilien in Südtirol, Bergbauernhöfe und Schloss Juval mit dem Messner Mountain Museum. Heute bereut Messner diesen Schritt. In der Ö3-Sendung „Frühstück bei mir“ sagte er im Mai: „Ich war so naiv, dass ich gedacht habe, ich gebe mit warmen Händen, damit meine Kinder sich einpendeln können, was ihre Verantwortung ist. Aber sobald sie alles hatten, kam sofort der Versuch, mich auszugrenzen und Diane auszugrenzen.“ Er fühle sich „entsorgt“.

Sohn Simon widerspricht

Die Kinder sehen es anders. „Es tut unendlich weh, weil es einfach nicht wahr ist“, sagte Sohn Simon (36) der Bild. Laut Focus online betont er, die Kinder hätten ihren Vater nicht entsorgt, Messner habe sich vielmehr selbst zurückgezogen. Versuche, wieder ins Gespräch zu kommen, scheiterten offenbar: „Dann kommt sofort ein Schreiben über einen Anwalt“, sagte Simon der Augsburger Allgemeinen. Auch Tochter Magdalena sagte der Bunten: „Es ist seitdem keine Zusammenarbeit und kein Austausch mehr möglich, was ich sehr bedaure.“

Den Auslöser sieht Simon nicht im Erbe. Gegenüber dem Bayerischen Rundfunk sagte er schon im Juli 2024, er schätze das, was er bekommen habe, nämlich zwei Bergbauernhöfe im Vinschgau. Der Bruch sei nach und nach entstanden und habe andere Gründe. Welche, wollte er damals nicht ausführen. Auch Messner äußerte sich dazu nicht weiter.