
Stellt sich der 1. FC Nürnberg während der Saison innerhalb weniger Tage komplett neu auf? Dass Joti Chatzialexiou, der einen großen Anteil am aktuellen Aufschwung der Franken hat, zur Eintracht aus Frankfurt wechseln wird, ist seit Tagen offiziell besiegelt. Mit Dieter Frey (bislang Nachwuchs-Chef) haben die Verantwortlichen am Valznerweiher aber bereits den Nachfolger aus den eigenen Reihen ebenfalls offiziell präsentieren können.
Nun aber berichtet bild.de davon, dass es am 17. November während der Jahreshauptversammlung zum nächsten größeren Stühlerücken in der Chefetage kommen könnte.
Wie der Springer-Verlag exklusiv erfahren haben will, kandidiert an diesem Tag mit Bernd Krebs auch der Gründer des aktuellen Hauptsponsors toolcraft für den Posten im FCN-Aufsichtsrat. Auf die Gerüchte angesprochen, habe der Unternehmer seine Kandidatur dann auch bestätigt.
toolcraft und Krebs: Unternehmer will neuer Boss unter Klose beim FCN werden
Damit könnte dann also ein Unternehmer in Windeseile zum quasi mächtigsten Mann beim 1. FC Nürnberg aufsteigen. Einfluss hat Krebs mit seinem Engagement als Hauptsponsor bereits jetzt reichlich. Sollte er sich rein theoretisch bei der Wahl dann auch noch persönlich durchsetzen, würde das Standing innerhalb des Vereins um noch ein Vielfaches größer werden. Ob dies dann Vor- oder Nachteil wäre, das müsste alleine die Zeit dann zeigen. Aktuell sind dies jedoch bislang ausschließlich Gedankenspiele.
Warum der Begriff „Boss“ in diesem Szenario noch mehr an Bedeutung gewinnen würde
Auf dem Papier wird der Begriff „Boss“ dann wieder ein wenig aufgeweicht, denn: Zunächst gibt es mehrere Mitglieder in einem Aufsichtsrat, nicht nur einen alleinigen „Herrscher“. Ein kompletter Alleingang ist damit ohnehin nicht möglich. Völlig personenunabhängig. Der Aufsichtsrat entscheidet dann, wer Sportvorstand wird. Dieser ist dann wieder für den Trainer und mögliche Transfers zuständig. Die Entscheidungslast wird also auf gleich mehreren Ebenen auf verschiedene Schultern aufgeteilt. Sollte jedoch – wie in diesem Szenario beschrieben – ein Verantwortlicher des Hauptsponsors gleichzeitig Mitglied im Aufsichtsrat werden, würde diejenige Person zumindest nicht komplett mittellos in diese Position aufrücken. Das ergibt sich bereits aus dem Stand der Dinge automatisch.
Schäfer, Pagenburg, Fifka: FCN sucht neue Aufsichtsräte
Zur Vollständigkeit sei an dieser Stelle aber auch gesagt: So leicht wird die Wahl ohnehin nicht werden. Mit Raphael Schäfer, Chhunly Pagenburg und Matthias Fifka stehen weitere prominente Namen ebenfalls zur Wiederwahl, die allesamt keinen schlechten Ruf im Umfeld des FCN genießen.
Als Aufsichtsrat sind Personen dann für die Benennung, Abberufung und auch die Kontrolle der drei Vorstände zuständig. Aber auch Trainer-Verpflichtungen sowie deren Entlassungen, bis hin zu Spielerverträgen, die abgesegnet werden müssen - auch das fällt alles in diesen Posten mit hinein.
Knapp zwei Wochen sind es damit noch, bis eben diese drei Plätze im Aufsichtsrat wieder zu vergeben sind. Im Umkehrschluss bedeutet das aber auch: Bei den vier Namen Krebs, Schäfer, Pagenburg und Fifka wird es automatisch auch ein Bewerber definitiv nicht in den Posten schaffen.
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