London - Schuldig oder nicht? Über diese Frage müssen nun vier Frauen und acht Männer im Strafprozess wegen sexueller Gewalt gegen den britischen Schauspieler und Ex-Moderator Russell Brand entscheiden.

Im Strafprozess gegen den Comedian und Schauspieler Russell Brand wegen Vorwürfen sexueller Gewalt hat sich die Jury zu Beratungen zurückgezogen. 

Brand, der sich seit Wochen vor Gericht in London verantworten muss, ist wegen Vergewaltigung, Belästigung und Nötigung in sieben Fällen angeklagt. Insgesamt sechs Frauen hatten Vorwürfe gegen den 51-Jährigen erhoben.

Abgespielt haben sollen sich die Taten zwischen 1999 und 2009. Der Brite soll der Staatsanwaltschaft zufolge etwa eine Frau in einem Hotel vergewaltigt und eine TV-Mitarbeiterin an die Brust gefasst und sie zum Oralsex gezwungen haben. Brand bestreitet die Vorwürfe allesamt.

Brand war laut eigener Aussage von Sex besessen

Der Schauspieler hatte zugegeben, von Sex besessen gewesen zu sein, aber darauf bestanden, seine sexuellen Kontakte seien stets einvernehmlich gewesen. 

In Großbritannien wird die Frage der Schuld häufig von Geschworenen beurteilt. Wann mit einer Entscheidung der Jury zu rechnen ist, war zunächst unklar. Der Richter forderte von den Geschworenen, vier Frauen und acht Männern, eine einstimmige Entscheidung, wie die britische Nachrichtenagentur PA berichtete. Sollte es zu einem Schuldspruch kommen, wird das Strafmaß erst zu einem späteren Zeitpunkt festgelegt.