Nürnberg - Mitte der 80er-Jahre landete Nicki mit Schlagern in bayerischer Mundart zahlreiche Hits: Bis heute steht die Sängerin, die am 2. November ihren 60. Geburtstag feiert, auf der Bühne - auch wenn sie zuletzt ein Konzert wegen Krankheit absagen musste.

Zuletzt machte sie mit einer Absage Schlagzeilen: Aufgrund einer Kehlkopfentzündung musste Nicki einen für Ende Oktober geplanten Auftritt bei einer Schlagernacht im oberbayrischen Waging am See absagen, ein Ersatztermin ist für nächstes Jahr geplant. "Ich hab mir einfach einen fetten Virus eingefangen", sagte die Sängerin dem "Merkur", "Das geht bestimmt wieder weg, aber dauert halt länger als eine Woche." Weitere Termine fänden aber wie geplant statt. Denn auch wenn die Sängerin, die in den 80er-Jahren mit ihrem Bayern-Pop zahlreiche Hits landete und auch bundesweit bekannt wurde, aus der großen Öffentlichkeit verschwunden ist: Auf der Bühne steht Nicki, die am 2. November ihren 60. Geburtstag feiert, bis heute.

Ihren Künstlernamen verpasste ihr niemand Geringeres als Kollegin Sandra ("Maria Magdalena"): Mit deren damaligem Ehemann, Pop-Produzent Michael Cretu, hatte die damals 16-jährige Sängerin bereits an ersten Liedern gearbeitet, nachdem sie kurz zuvor einen Nachwuchswettbewerb gewonnen hatte. Und so wurde aus der im niederbayrischen Plattling geborenen Doris Andrea Hrda auf Sandras Vorschlag: "Nicki".

In den 90er-Jahren ließ der Erfolg nach

Mit ihren Schlagersongs in bairischer Mundart traf Nicki damals einen Nerv: Bereits mit ihrer ersten Single "Servus, mach's guat" schaffte sie 1983 den Durchbruch, mit Liedern wie "I wär' am liabsten mit dir ganz alloa", "Wenn i mit dir tanz", "Wegen dir" und "I bin a bayrisches Cowgirl" sollte sie in den nächsten Jahren Stammgast in der ZDF-"Hitparade" und den deutschen Charts werden.

Zu dieser Zeit absolvierte die 1,52 Meter große Sängerin bis zu 200 Auftritte im Jahr. Bodenständig blieb Nicki trotz aller Erfolge immer, dafür sorgte auch ihre Mutter, die am Anfang ihrer Karriere als ihre Managerin agierte und später ihr älterer Bruder Hans, der sie jahrelang zu den Auftritten begleitete.

In den 90er-Jahren ließ der Erfolg spürbar nach, nach der Veröffentlichung des Albums "Zurück zu mir" (1999) legt Nicki eine mehrjährige Pause ein. Sie heiratete, bekam zwei Töchter und baute sich in ihrem Heimatort Plattling ein Haus. Ein erstes Comeback 2006 mit dem Album "I gib wieder Gas" war nur von kurzer Dauer, aufgrund von gesundheitlichen Problemen musste sie Termine absagen.

Immer noch auf der Bühne

Sämtliche weiteren Versuche, an frühere Zeiten anzuknüpfen - zuletzt erschien 2018 mit "Herzhoamat" ein neues Album - waren ebenfalls nicht übermäßig erfolgreich. Ihr bislang letztes musikalisches Lebenszeichen gab es 2021: Gemeinsam mit der bayerischen Band DeSchoWieda veröffentlichte Nicki eine Coverversion vom "Wenn i mit dir tanz".

Auch ohne neue Musik lieben ihre Fans Nicki aber immer noch und feiern die Sängerin bei ihren Live-Auftritten. Im Dezember ist sie mit ihrem Programm "Weihnachten mit Nicki" unterwegs, 2027 wird sie Teil der "Immer wieder Stefan"-Tournee von Stefan Mross sein. Zuvor gibt es allerdings noch etwas zu feiern; Ihren Geburtstag werde sie nur "in einem ganz kleinen Rahmen" begehen. Eine große Party soll es später noch geben, so Nicki gegenüber dem "Merkur": "Richtig gefeiert wird erst nächstes Jahr, es war mein persönlicher Wunsch, nach 60 Jahren, einmal im Sommer Geburtstag zu feiern."

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<p>Ihren Künstlernamen Nicki bekam die als Doris Andrea Hrda geborene Sängerin von Kollegin Sandra verpasst.</p> © Frank Hempel/United Archives via Getty Images

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<p>Zwischen 1999 und 2006 nahm sich Nicki eine Auszeit und gründete eine Familie.</p> © Franziska Krug/Getty Images

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<p>Bis heute tritt Nicki bei Live-Konzerten und im Fernsehen auf, im Dezember geht sie auf Weihnachtstournee.</p> © Telamo / Germann Popp