Nürnberg - Der Stadtrat hat die Termine für 2027 festgelegt: An diesen Daten gibt es zu besonderen Anlässen verkaufsoffene Sonntage in Nürnberg.

Der Nürnberger Stadtrat hat die Ladenschlussverordnung für 2027 beschlossen. Damit stehen die Termine für verkaufsoffene Sonntage und lange Einkaufsnächte im kommenden Jahr fest.

Für die Innenstadt Nürnberg sind erneut zwei verkaufsoffene Sonntage von 13 bis 18 Uhr vorgesehen: am 14. März 2027 anlässlich des Ostermarkts und am 19. September 2027 zum Altstadtfest und Herbstmarkt. Beide Veranstaltungen ziehen traditionell viele Besucherinnen und Besucher an, die Verkaufsöffnung bleibt räumlich auf die Innenstadt begrenzt und ist an die jeweilige Veranstaltung gekoppelt.

Hinzu kommen zwei lange Einkaufsnächte im gesamten Stadtgebiet: am Freitag, 28. Mai 2027, anlässlich des Bayerischen Turnfests, sowie am Freitag, 26. November 2027, zur Eröffnung des Nürnberger Christkindlesmarkts. An beiden Tagen dürfen die Geschäfte bis 22 Uhr geöffnet bleiben.

Oberbürgermeister Marcus König sieht darin einen Beitrag zur Attraktivität der Stadt: „Mit zwei verkaufsoffenen Sonntagen und zwei langen Einkaufsnächten ermöglichen wir auch 2027 ergänzende Angebote, die unsere Attraktivität als Handelsstadt unterstreichen. Sie verbinden besondere Anlässe mit zusätzlichen Einkaufsmöglichkeiten und laden dazu ein, die Vielfalt des Nürnberger Einzelhandels zu entdecken“, so König.

Wirtschaftsreferentin: Einkaufsnächte stärken stationären Handel in Nürnberg

Auch Wirtschafts- und Wissenschaftsreferentin Andrea Heilmaier betont den wirtschaftlichen Nutzen: „Das Bayerische Turnfest und die Eröffnung des Christkindlesmarkts bringen unterschiedliche Besuchergruppen in unsere Stadt. Die langen Einkaufsnächte bieten die Möglichkeit, diese Anlässe mit einem Einkaufserlebnis in Nürnberg zu verbinden und den stationären Handel zu stärken“, erklärte Heilmaier. Ein stabiler Einzelhandel trage dazu bei, Arbeitsplätze zu sichern und die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts langfristig zu erhalten.

Für Nürnberg steht aber zunächst noch in diesem Jahr eine Einkaufsnacht an: Am Freitag, 27. November 2026, anlässlich der Eröffnung des Nürnberger Christkindlesmarkts, kann neben gebrannten Mandeln und Glühwein ebenfalls bis 22 Uhr eingekauft werden. Die Einkaufsnacht bietet eine zusätzliche Möglichkeit, den Besuch des Christkindlesmarkts mit einem Einkaufsbummel durch die Innenstadt zu verbinden.

Das gibt das Bayerische Ladenschlussgesetz vor

Rechtliche Grundlage für derartige Sonderöffnungen ist das Bayerische Ladenschlussgesetz, das seit August 2025 gilt: Es erlaubt Gemeinden bis zu vier verkaufsoffene Sonntage pro Jahr, allerdings nur anlassbezogen – etwa zu Märkten oder Festen, wie es auch Nürnberg mit Ostermarkt und Altstadtfest handhabt.

Zusätzlich dürfen Städte bis zu acht lange Einkaufsnächte ohne besonderen Anlass festlegen; Nürnberg nutzt davon 2027 mit den Terminen zum Turnfest und zur Christkindlesmarkt-Eröffnung bislang nur zwei - also nur einen Teil des gesetzlich möglichen Rahmens von acht Terminen. Das Gesetz lässt der Stadt also noch deutlich Luft nach oben, falls sie künftig weitere Termine ansetzen wollte.

Entgegen den verkaufsoffenen Sonntagen sind lange Einkaufsnächte nicht auf die Innenstadt beschränkt: Bis zu acht Mal im Jahr dürfen Städte sie gemeindeweit, also fürs gesamte Stadtgebiet, auch ohne besonderen Anlass ansetzen – Nürnberg nutzt davon 2027 mit den Terminen zum Turnfest und zur Christkindlesmarkt-Eröffnung bislang zwei. Im Regelfall öffnen in Nürnberg zu den Einkaufsnächten auch das Franken-Center in Nürnberg-Langwasser und oft auch das Mercado in der Nordstadt von Nürnberg. Welche Anbieter sich jeweils genau beteiligen, müssen Shoppinglustige anlassbezogen und für den Einzelfall prüfen, damit sie nicht vor verschlossenen Türen stehen.

Unabhängig von den städtischen Terminen können Händlerinnen und Händler zudem im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben bis zu vier individuelle Einkaufsnächte pro Jahr anmelden. Die Anzeige erfolgt beim Ordnungsamt der Stadt Nürnberg über einen Online-Assistenten.