
Es ist keine Neuheit: Deutschlands Kommunen fehlt das Geld. Investitionsrückstau von vielen Jahren macht sich im Alltag bemerkbar, aber ändern lässt sich ohne das nötige Kleingeld leider nichts an der Lage. Auch die Gemeinde Hersbruck, der die Fackelmann Therme gehört, stellt keine bundesweite Ausnahme dar.
Laut Angaben der Stadt gegenüber NN.de habe sie schon in den vergangenen Jahren viel Geld in den Erhalt der Therme fließen lassen. Allerdings ist es mit der Unterstützung der laufenden Kosten bei einem Bad nicht getan, auch regelmäßige Reparaturen und Instandhaltungsmaßnahmen kosten viel Geld.
Jetzt zieht die Stadt Konsequenzen: Teilbereiche der Fackelmann Therme sollen geschlossen werden. Die Stadt Hersbruck bestätigt inFranken.de, dass der Wellness-Bereich, die Gastronomie sowie die Saunalandschaft bis März 2027 schließen. Das Sportschwimmbecken, sowie das Sprudelbad sollen aber erhalten bleiben.
Teilschließung der Therme: keine überraschende Entscheidung
Dass es eine Veränderung geben muss, war abzusehen. Bereits vor zwei Jahren hat dann ein Expertengutachten, das die Stadt veranlasst hatte, die Reparaturkosten auf mindestens 10 Millionen Euro belaufen würden, wenn nicht sogar noch mehr.
Nun folgt der nächste Preisschock: Schon 2025 belief sich das Minus, das die Stadt ausgleichen musste, auf 1,2 Millionen Euro. Dieses Jahr ist die zu füllende Finanzlücke schon fast doppelt so groß, mit voraussichtlich 2,1 Millionen Euro. Die Gründe dafür sind laut Wolfgang Klebl, Finanzverwalter der Stadt Hersbruck, zu geringe Umsätze über die Sommermonate, gestiegene Energiekosten sowie Reparatur- und Instandhaltungskosten.
Wie geht es nun weiter mit der Therme in Hersbruck?
Fest steht: Die Stadt Hersbruck kann diese Kosten nicht weiter stemmen. Die Schließung der Teilbereiche wurde vom Verwaltungsrat einstimmig beschlossen. Bürgermeister Robert Ilg erklärt gegenüber NN.de: „Bei der Fülle der sonstigen Pflichtaufgaben sind weiter steigende Zuschüsse seitens der Stadt nicht mehr verantwortbar.“ Gleichzeitig sieht er, dass auch eine nicht-rentable Schwimmhalle wichtig für die Kommune, die Vereine und die Menschen vor Ort ist. Daher ist seine Linie klar: Schwimmen soll Sommers wie Winters möglich sein und „am Strudelbad rüttelt niemand“.