
In meiner Jugend habe ich über viele Jahre Ugg Boots getragen. Von Oktober bis März gab es für mich kaum einen anderen Schuh: morgens rein, abends raus, und dazwischen warme Füße bei jedem Wetter. Der Look hat sich bis heute gehalten, und auch die Boots selbst stehen nach wie vor bei vielen ganz oben auf der Wunschliste, wenn es draußen ungemütlich wird.
Irgendwann wurden die Boots für mich zu teuer, und das ist bis heute so geblieben. Meine alten Uggs haben mich durch viele Winter gebracht, nur das Preisschild habe ich nie so richtig gemocht. Umso neugieriger war ich, als mir ein Stiefel begegnet ist, der den alten Look wieder aufgreift. Ob er den Vergleich mit meinen Jugend-Uggs aushält, schaue ich mir hier an.
Ugg-Look mit mehr Höhe
Auf den ersten Blick wirken die Boots vertraut : weicher Kurzschaft, runde Form und ein Farbton, der an die Klassiker aus meiner Jugend erinnert. Im Detail fällt ein Unterschied auf, denn die Schuhe sitzen auf einer Plateausohle und stehen damit etwas erhöht. Das gibt dem Stiefel mehr Präsenz als die flachen Originale von früher.
Durch die Plateausohle wirkt die Silhouette weniger gedrungen und moderner. Zusätzlich streckt die Sohle das Bein optisch ein wenig, was besonders mit Jeans oder Röcken auffällt. Der gemütliche Charakter bleibt erhalten, der Auftritt wird aber etwas mutiger.
Winterstiefel im Ugg-Boots-Look bis 1. November im Angebot:
Material: Synthetik statt Lammfell
Hier trennen sich Vorbild und Alternative. Außen und innen setzen die Boots auf Synthetik in Wildleder-Optik, unter dem Fuß arbeitet eine Sohle aus Ethylenvinylacetat, kurz EVA. Lammfell bleibt komplett draußen. Optisch kommt das Obermaterial dem Wildleder-Vorbild jedenfalls nahe.
Doppelnähte sollen den Schuh langlebiger machen. Matsch und Schmutz lassen sich bei Bedarf mit einem feuchten Tuch abwischen, ein Vorteil im Winteralltag.
Wärme: Vollgefüttert für kalte Tage
Kalte Füße kenne ich aus meiner Ugg-Zeit kaum, und genau diesen Anspruch stelle ich auch an die Alternative. Innen sind die Boots rundum gefüttert, mit einem dick gepolsterten Warmfutter, das bis zu -15 Grad Celsius durchhalten soll. Ob man diese Marke je ausreizt, sei dahingestellt. Beim Warten auf die verspätete Bahn im Januar oder beim langen Spaziergang durch verschneite Wiesen tut so viel Reserve aber gut.
Dazu kommt eine Einlegesohle aus Memory-Schaum, die sich dem Fußgewölbe anpasst und jeden Schritt weich abfedert. Wie auf einem kleinen Kissen läuft es sich damit, ein bisschen wie in Hausschuhen, nur mit Profil und für draußen.
Sohle und Halt: Leicht gebaut, mit Profil
Fünf Zentimeter hoch ist die Sohle, und trotzdem soll sich der Stiefel nicht nach Ballast anfühlen. Dafür sorgt EVA, ein Material, das für sein geringes Gewicht bekannt ist. Weich und flexibel ist die Sohle laut Beschreibung, dazu stoßdämpfend, sodass der Schritt auf hartem Pflaster nicht ganz so hart ausfällt. Nach schweren Winterstiefeln von früher dürfte der Unterschied schnell auffallen.
Glatte Wintertage bleiben die Prüfung für jede Plateausohle. Ein eingeprägtes Anti-Rutsch-Muster soll für Halt auf Schnee und Eis sorgen. Bei gefrorenen Pfützen und angetauten Gehwegen entscheidet am Ende die Praxis, und ein vorsichtiger Schritt schadet bei Glatteis trotzdem nie.
Original oder Alternative? Wann sich der Aufpreis für Uggs lohnt
Meine alten Uggs haben viele Winter überstanden, und das ist ihr größtes Plus. Echtes Lammfell reguliert die Temperatur, ist atmungsaktiv und fühlt sich auch nach Stunden angenehm an. Dazu gibt es Modelle mit wasserfester Ausrüstung, die bei Schneematsch mehr Spielraum lassen als eine Alternative aus Synthetik. Originale starten bei rund 110 Euro, bei den Mishansha-Boots geht es ab etwa 25 Euro los.
Ein Aufpreis lohnt sich also, wenn die Boots täglich laufen, mehrere Winter halten sollen und Nässe zum Alltag gehört. Für Tage, an denen man sie nur zum Wochenendspaziergang anzieht, oder als Spaßkauf für den Look rechnet sich die Alternative eher. Bei den Mishansha Boots sollte man sich bewusst machen, dass einzelne Käufer nach einem Winter Abnutzung melden.
Pflege: Imprägnieren lohnt sich
Kunstwildleder sieht edel aus, saugt aber Nässe und Schmutz schnell auf. Ein Imprägnierspray für Velours, Textil oder Synthetik macht die Oberfläche wasserabweisend und hält den hellen Braunton länger sauber. Vor dem ersten Gang durch den Schnee lohnt sich ein kurzer Test an der Innenseite der Ferse, damit der Farbton nicht überrascht. Dünn aus etwa 20 Zentimetern Abstand aufgetragen, hält der Schutz am besten, zwei leichte Schichten sind besser als eine dicke. Wasserdicht werden die Boots dadurch nicht. An Nähten und am Sohlenansatz kann bei Dauerregen oder tiefem Matsch trotzdem Feuchtigkeit eindringen. Für Schneematsch reicht der Schutz meist, bei Pfützen sollte man vorsichtig sein. In der Wintersaison hilft es, alle paar Wochen nachzusprühen.
Das sagen Käuferinnen und Käufer
Im Alltag scheinen die Boots zu überzeugen. Kundinnen und Kunden zeigen sich mit Qualität, Wärme und Tragekomfort zufrieden und beschreiben die Stiefel als schön warm, bequem und ideal für kalte Tage. Auch die Optik kommt gut an, der Ugg-Look mit Plateau trifft offenbar den Geschmack.
Bei der Passform sind sich die Käufer nicht einig. Mal sitzen die Boots wie angegossen, mal weniger. Anprobieren und im Zweifel zurückschicken ist hier der sicherste Weg. Mit dicken Socken in der Winterstiefel-Saison fährt man vermutlich besser mit einer Schuhgröße mehr.
Preis, Größe und Farben
Die Boots gibt es bis zum 1. November schon ab 25 Euro , und damit kosten sie nur einen Bruchteil dessen, was für ein Original fällig wird. Erhältlich sind sie in den Größen 36 bis 42. Auch bei den Farben ist Auswahl da: Neben dem Hellbraun, das ich mir angesehen habe, gibt es weitere Töne, wie zum Beispiel Grau oder Schwarz. Was gerade lieferbar ist, schwankt mit Größe und Farbe, und auch der Preis kann sich ändern. Ein kurzer Blick bei Amazon zeigt, was aktuell zu haben ist.
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