
FCN-Trainer Miroslav Klose fasste die 0:1-Heimniederlage gegen Kaiserslautern folgendermaßen zusammen: „Ich glaube, dass sowohl in der ersten als auch in der zweiten Halbzeit die Chancen da waren, um diese Partie zu gewinnen. Wir hatten über 25 Torschüsse, das sollte normalerweise für mindestens einen Treffer reichen.“ Dennoch wollte der Weltmeister von 2014 seiner Mannschaft keinen Vorwurf machen: „Sie haben ihr Herz auf dem Platz gelassen und das ist das, was die Fans sehen wollen. Das haben sie auch dementsprechend honoriert und jetzt geht‘s weiter.“
Vor 50.000 Zuschauern im ausverkauften Max-Morlock-Stadion kam der Club „nicht gut“ ins Spiel. „Wir haben die richtigen Räume nicht gefunden und belaufen. Nach den ersten 15 Minuten hatten wir das Spiel dann besser im Griff und immer, wenn wir zielstrebig agiert haben, wurde es gefährlich. Eine Unaufmerksamkeit führt dann zum Gegentor“, haderte Klose, der sich jedoch zufrieden mit der Nürnberger Leistung zeigte: „Das Einzige, was wir uns heute vorwerfen müssen, ist, dass wir bei diesen Statistiken keinen eigenen Treffer erzielen. Aber für mich geht es darum, wie die Jungs Fußball spielen. Sie sind mutig, spielen sich Chancen heraus und geben sich nicht auf. Es wird auch wieder Spiele geben, wo die Dinger reingehen. Deswegen bleiben wir optimistisch.“
Kloses Gegenüber Torsten Lieberknecht blickte wie folgt auf die Begegnung: „Wir haben ein Topspiel gesehen, mit Spielern und Torhütern mit überragenden Leistungen. Es war eine unheimliche Intensität drin. Das war für uns der Schlüssel zum Erfolg. Wir sind in den ersten 20 Minuten gut reingekommen, dann hat sich das Spiel in unsere Hälfte verlagert. Da hat man die Qualität des Club gesehen. Da brauchst du dann so einen Torhüter, der dir das 0:0 festhält.“ Nach dem Seitenwechsel ergaben sich weitere Möglichkeiten für beide Mannschaften, weshalb der FCK-Trainer „beiden Teams nur ein Lob aussprechen“ konnte. „Es war ein intensives und tolles Spiel. Wir freuen uns, dass wir der glückliche Sieger sind“, bilanzierte Lieberknecht.
Lubach über seine neue Rolle - Scobel hadert mit der Chancenverwertung
Etwas überraschend rückte Mittelfeldallrounder Rafael Lubach für den verletzten Zoma in die Nürnberger Anfangsformation. „Ich habe versucht der Mannschaft zu helfen. Ich bin sicher ein anderer Spielertyp als Momo. Ich habe die Position auf links mit den Attributen gefüllt, die ich habe“, erklärte der 21-Jährige nach seiner insgesamt ordentlichen Darbietung. „Momo fehlt uns natürlich, er hat bislang sieben Tore gemacht. Aber so ist das im Fußball. Wir versuchen das als Mannschaft aufzufangen und geben unser Bestes.“
Piet Scobel, der bereits bei fünf Toren steht, fehlte gegen Kaiserslautern das Fortune im Abschluss. Entsprechend ärgerlich zeigte sich der Blondschopf im Anschluss: „Vor zwei Spielen sind die Dinger noch reingegangen und jetzt gab es zwei Spiele in Folge, wo ich meine Chancen hatte und sie nicht gemacht habe. Da muss ich mich verbessern und zusehen, dass ich die Tore nächstes Mal wieder mache. Das gehört zum Stürmer-Dasein einfach dazu.“
Allgemein habe der Club gegen den FCK „20 Minuten gebraucht, um ins Spiel zu kommen, hatten dann aber das komplette Spiel über die Kontrolle. Das Einzige, was wir uns vorwerfen lassen können, sind der der Gegentreffer und dass wir unsere Chancen nicht reingemacht haben. Alleine ich muss heute das ein oder andere Tor machen, das ist natürlich sehr ärgerlich“, brachte es der Angreifer auf den Punkt. Trotz inzwischen drei sieglosen Partien in Folge wollte Scobel von einem Abwärtstrend nichts wissen: „Wir müssen jetzt einfach weitermachen und unsere Chancen beim nächsten Mal nutzen.“