Nürnberg - Der Textildiscounter Kik schließt 2026 zahlreiche Filialen. Deutschlandweit sind bislang 81 Standorte bekannt, weitere Schließungen dürften hinzukommen. Auch Bayern ist betroffen.

Leichenbittermienen am Wühltisch: Bei Kik ist offenbar längst nicht mehr „alles besser, als wie man denkt“. Grammatikalische Fanale wie das eben von Verona Pooth aus der ikonischen Werbe-Kampagne von 2009 gehören ebenso der Vergangenheit an wie der Ruhm Deutschlands wohl bekanntester Radebrecherin. Eine dreistellige Zahl Kik-Filialen sollten 2026 deutschlandweit geschlossen werden, wie unter anderem die HNA berichtet. Teils war in den zurückliegenden Monaten von 135 bis 150 die Rede. Auch in mehreren bayerischen Städten und Gemeinden haben Geschäfte bereits dicht gemacht. Als Gründe werden strategische Fehlkalkulationen aufgeführt. Folgende Filialen in Bayern sind betroffen.

Diese Kik-Filialen in Bayern sind betroffen

Laut der vom Münchner Merkur veröffentlichten Übersicht sind folgende bayerische Standorte von Schließungen betroffen:

  • Bad Windsheim: Filiale geschlossen
  • Burgthann: geschlossen im ersten Quartal
  • Freyung: geschlossen im ersten Quartal
  • Gunzenhausen: Schließung zum 15. Oktober
  • München-Aubing: geschlossen zum 12. September
  • München-Feldmoching: geschlossen zum 16. September
  • München-Neuperlach: geschlossen zum 14. Juli
  • Peißenberg: geschlossen im Januar
  • Schongau: geschlossen im Januar
  • Schweinfurt: geschlossen zum 11. Februar
  • Uffenheim: geschlossen zum 14. März
  • Wunsiedel: geschlossen im ersten Quartal

Damit sind in Bayern zwölf Filialstandorte in der veröffentlichten Liste aufgeführt. Nicht alle Schließungen sind mit einem konkreten Datum versehen. Für München-Moosach gibt es hingegen Entwarnung: Kik hat entgegen einiger Gerüchte dort offenbar keine Schließung vorgesehen.

Warum Discounter Filialen schließt

Der Modediscounter begründet den Abbau mit dem Ziel, das Filialnetz wirtschaftlicher aufzustellen. Geschäftsführer und Finanzvorstand Christian Kümmel erklärte im März, das Unternehmen habe zu dicht expandiert. Teilweise lägen Filialen weniger als einen Kilometer auseinander.

Deutschlandweit umfasst die bisherige Übersicht 81 betroffene Standorte. Da Kik keine vollständige Liste aller Schließungen veröffentlicht hat, könnte die tatsächliche Zahl höher liegen. Ursprünglich war von rund 135 bis 150 Schließungen in Deutschland die Rede.

Europaweit waren laut einem Bericht der Deutschen Presse-Agentur vom März insgesamt 300 Filialschließungen und 75 Neueröffnungen vorgesehen. Nach den geplanten Anpassungen sollen rund 2.200 Kik-Filialen verbleiben. Die Gesamtzahl von 81 Schließungen bezieht sich nicht auf eine von Kik bestätigte vollständige Liste.