Grusel garantiert
Geister-Alarm an Halloween 2026: Die schaurigsten Orte der Region in Bildern
26.10.2026, 04:55 Uhr
Wenn sich Nebel über alte Gemäuer legt, unheimliche Gestalten ihr Unwesen treiben und Hexen umherfliegen, ist Gänsehaut garantiert. In Franken und der Oberpfalz warten schaurige Orte und mysteriöse Geschichten, die perfekt zu Halloween passen.

1 von 16
1/16 - Kriminalmuseum in Rothenburg ob der Tauber: Folterinstrumente wie Stachelstuhl, Streckbank oder Beinschrauben, der Mantel eines mittelalterlichen Scharfrichters oder Darstellungen des "Schandpfahls", an dem Sünder vor den Augen der Öffentlichkeit bloßgestellt wurden – das "Mittelalterliche Kriminalmuseum" in der mittelfränkischen Touristenstadt ist nichts für zarte Gemüter. Wie in Deutschland jahrhundertelang bestraft, gefoltert und hingerichtet wurde, das macht viele Besucher heute noch betroffen. Dennoch steht die Folterkammer im Mittelpunkt des Interesses. Obwohl die gruseligen Martergeräte im Untergeschoss nur etwa 20 Prozent des Ausstellungsfundus ausmachen, widmen die Führungen den Großteil der Zeit diesem Kabinett der Schaurigkeiten. © Kriminalmuseum Rothenburg

2 von 16
2/16 - Die Gruftkapelle von Rothenstadt: In einem Waldgebiet nahe der Waldnaab hat sich die Familie von Sazenhofen, ein ursprünglich aus Niederbayern stammendes Adelsgeschlecht, einst eine eigene Gruftkapelle errichten lassen. Dieser Backsteinbau im neugotischen Stil hat die Phantasie der dort lebenden Menschen mächtig beflügelt, denn angeblich halten es die Herren von Sazenhofen vor allem rund um Allerseelen und in den Rauhnächten nicht in ihren steinernen Grabstätten aus. Mit der wilden Jagd brausen sie dann durch die Lüfte und wagen gerne auch mal mit den Hexen ein Tänzchen. Nur vor einem schwarzen Pudel mit feurigen Augen, der in dieser Gegend ebenfalls sein Unwesen treiben soll, haben auch diese adeligen Untoten Respekt. © Christian Greller

3 von 16
3/16 - Die weiße Frau von Burg Hoheneck: Vor langer Zeit soll sich hinter diesen Mauern eine grausame Tat abgespielt haben. Eine Gräfin, deren Mann auf einem Kreuzzug starb, verliebte sich in den stolzen Burggrafen Albrecht von Nürnberg, doch ihre beiden Kinder schienen der Verbindung im Wege zu stehen. Also stach sie eines Nachts mit einer goldenen Nadel in die Köpfe ihrer Tochter und ihres Sohnes und erzählte, die beiden seien eines plötzlichen Todes gestorben. Der Graf wollte sie dennoch nicht heiraten, und seit ihrem Tod wandelt die verschmähte Gräfin in einem weißen Gewand durch das Anwesen bei Ipsheim. Man erzählt sich, dass viele Jahre lang in der Burg ein Gemälde der Verfluchten hing, das nachts manchmal nur eine leere Leinwand zeigte. © PR/Stadt Ipsheim

4 von 16
4/16 - Der verfluchte Schatz in der Burgruine Wolfstein: In stürmischen Vollmondnächten hört man angeblich das Weinen und Wehklagen der ruhelosen weißen Frau, die einst die geraubten Schätze ihrer Vorfahren, den Raubrittern von Wolfstein, für fromme Zwecke verwenden sollte. Da sie die Reichtümer jedoch für sich behielt, muss sie seit hunderten Jahren in den verfallenen Gemäuern hoch über Neumarkt ruhelos umherwandern. Zwei Bauern sollten sie erlösen und betraten um Mitternacht einen schwarzen Saal in der Ruine, wo eine Schlange mit rot glühenden Augen und einem Schlüssel im Maul die Schatztruhe bewachte. Als die Schlange Glut und Feuer spie, verließ die beiden der Mut. Voller Angst liefen sie davon und ließen den Schatz und die Frau zurück. © André Ammer

5 von 16
5/16 - Das Teufelsbrünnlein an der Nürnberger Lorenzkirche: Wie nur kann man seine Kinder zur Wahrheitsliebe erziehen? In Nürnberg schuf man für diesen Zweck die Legende vom "Schusserbou", der einst mit seinen Schulkameraden am Lorenzer Platz schusserte und dabei stets kräftig schummelte. Als er von den Freunden darauf angesprochen wurde, stritt er alles ab und rief: "Wenn‘s nicht wahr ist, soll mich der Teufel holen." Das ließ sich der Leibhaftige nicht zweimal sagen und nahm den Buben mit sich. Eine Figur am Brunnen neben der Lorenzkirche erinnert an diesen Vorfall, außerdem wird der Knauf am Chordach "Lausbubenkäpple" genannt. Während des Flugs mit dem Teufel soll der Schusserbou dort seine Mütze verloren haben. © André Ammer

6 von 16
6/16 - Der Römerbrunnen bei Weißenburg: Heimatforscher haben ihre Zweifel daran, doch laut einigen Erzählungen geht der Name der zu einem Brunnen gefassten Quelle des Volkskammerbaches auf einen Doppelmord zurück. Einst soll sich im Wald südöstlich von Weißenburg eine römische Kohorte aufgehalten haben, und einer der Soldaten tötete dort ein germanisches Mädchen und deren Vater. Das Mädchen wollte der Legionär eigentlich zur Sklavin machen, doch sein Opfer wehrte sich nach Kräften und wurde schließlich erstochen und im Waldboden verscharrt. Seitdem geistert die Gemeuchelte als weiße Gestalt durch den Wald, um ihren Vater zu suchen. © Bachmann

7 von 16
7/16 - Das Hochgericht bei Pottenstein: Wer zurückreisen möchte in die oft blutige Vergangenheit unserer Vorfahren, der sollte am Hochgericht vorbeischauen. Steinerne Überreste im Quadrat erinnern an den Ort, an dem zahlreiche Menschen gehängt wurden. "Tod durch Erhängen war normalerweise eine schnelle Angelegenheit", so Thomas Büttner, Scharfrichterführer von Pottenstein. Außer man starb nicht am Genickbruch, sondern erstickte. Der Letzte, der in Pottenstein gehängt wurde, war ein Gößweinsteiner. Er hatte behauptet, dass das Pottensteiner Bier nicht trinkbar ist. © Luisa Degenhardt

8 von 16
8/16 - Die "ruhelose Komtesse" im Kloster Pappenheim: Im Kloster Pappenheim soll bis heute der Geist der Gräfin Anna Ursula umgehen. Der Legende nach wurde sie im Dreißigjährigen Krieg von ihrer Familie verstoßen und im Kloster zurückgelassen, als die Schweden anrückten. Auf der Flucht vor den Angreifern kletterte sie aufs Dach – was danach geschah, ist unbekannt. Seither soll die „ruhelose Komtesse“ als gebückte Gestalt durch das Kloster wandeln. Auch von unerklärlichem Gepolter, verschwundenen Gegenständen und Stromausfällen ist die Rede. Bei Neuschnee sollen sogar ihre Fußspuren auf dem Klosterdach zu sehen sein. © Robert Renner

9 von 16
9/16 - Der Teufelsknopf bei Eichelburg: Nahe Eichelburg im Landkreis Roth sind noch Reste der Burg Wartstein zu sehen. Auch ein Wegkreuz erinnert an den Bau, der mehrmals niedergebrannt und zerstört wurde. Seinen Beinamen Teufelsknopf verdankt der Ort dem schlimmen Schicksal eines örtlichen Wirtes, der dort dem Satan in Menschengestalt begegnet sein soll. Der Teufel bot einen Taler dafür, wenn ihm der Wirt etwas von seinem Blut gebe. Der aber drohte dem Leibhaftigen Prügel an, der daraufhin mit ohrenbetäubendem Gekreische verschwand und dabei einen goldenen Knopf verlor. Kurz darauf verfiel der Wirt dem Wahnsinn, und noch heute soll es an diesem Ort spuken. © Oliver Frank

10 von 16
10/16 - Die Hollerwiese auf dem Mariahilfberg: Heute ist die 150 Höhenmeter über der Stadt Amberg thronende Mariahilfkirche ein bekannter Wallfahrtsort, von der vermutlich um das Jahr 1100 dort errichteten Burg ist dagegen nichts mehr zu sehen. Um deren Ende ranken sich aber eine ganze Reihe von Schauergeschichten. Unter anderem soll wegen der Untaten eines dort lebenden Raubritters ein Gewitter die Burg und alle ihre Bewohner fortgespült haben. Die Hollerwiese auf dem Mariahilfberg soll deshalb hohl klingen, wenn man dort einen Stein fallen lässt. Angeblich finden sich im Untergrund noch Überreste des verfluchten Baus. Außerdem soll dort der Geist eines verfluchten Mädchens umgehen, dass an einem Sonntag den Gottesdienst verschlafen hatte. © Michael Golinski

11 von 16
11/16 - Die Ehrenbürg - der Berg der Hexen: Natürlich ranken sich auch um das erhabene und im Volksmund nur "Walberla" genannte Hochplateau im Landkreis Forchheim einige Sagen und Legenden. Unter anderem war das beliebte Ausflugsziel in grauer Vorzeit eine heidnische Kultstätte und angeblich auch ein Refugium für Hexen und Dämonen. Die Menschen in den umliegenden Dörfern zeichneten deshalb drei Kreuze an die Türen der Häuser und Ställe, um das Böse abzuhalten. Angeblich habe die Namensgeberin des "Walberlas", die Heilige Walburga, die auf der Ehrenbürg hausenden Hexen gezwungen, ihr beim Bau der immer noch dort stehenden Kapelle zu helfen. Dafür dürfen sie in der Walpurgisnacht ihr Unwesen treiben. © PR Altstadtfreunde

12 von 16
12/16 - Die Geisterburg Stockenfels: Sie ist der Gruselort schlechthin in der Oberpfalz, denn Geisterjäger aus ganz Bayern sollen einst die Wesen aus der Schattenwelt zu der Burgruine gebracht haben. Die mittels drei Pfund reinem Stahl und Bannsprüchen unschädlich gemachten Geister wurden im Rucksack zu diesem unheimlichen Ort transportiert und ausgesetzt. Außerdem müssen dort die männermordende schöne Irmingard und die ruhelosen Seelen zahlloser Bierpanscher für ihre Sünden büßen. Alle bayerischen Brauer, die einst Wasser ins Bier geschüttet haben, aber auch betrügerische Wirte und Kellnerinnen sitzen im tiefen Burgbrunnen auf Leitern und Mauervorsprüngen und reichen Eimer für Eimer Wasser hoch, das der oben sitzende Teufel wieder ausschüttet. © Christian Greller

13 von 16
13/16 - Das Todtsfeldtal bei Egloffstein: Sagen und Legenden ranken sich um Egloffstein in der Fränkischen Schweiz. So soll es im Todtsfeldstal spuken. Als ein Mann, so die Sage, dort spazieren ging, hörte er neben sich einen kräftigen Nieser. "Helf Gott", sagte der Spaziergänger und drehte sich um, sah aber keinen Menschen. Gleich darauf hörte er den Nieser zum zweiten Mal, näher als zuvor. Beim dritten Mal wurde der Mann zornig und schrie: "Helf dir Gott in Himmel nauf!" Er erschrak, als neben ihm eine dumpfe Stimme sagte: "Gott sei Dank. Nun hast du meine Seele erlöst." Außerdem haust in der Gegend des Teufelsgrabens eine Gestalt: der Hund mit den feurigen Augen. Er läuft der Sage nach auf der Thuisbrunner Leite den Menschen über den Weg. © Athina Tsimplostefanaki

14 von 16
14/16 - Der Druidenhain bei Wohlmannsgesees: Seinen Namen erhielt das Waldgebiet in der Fränkischen Schweiz aufgrund der ungewöhnlichen Felslandschaft, die die Fantasie der Besucher anregte. Dem Volksglauben nach soll es sich um eine Kultstätte keltischer Priester, sprich Druiden, gehandelt haben. Darüber hinaus sollen dort der Raubritter Eppelein von Gailingen und seine Bundesgenossen zu mitternächtlicher Stunde einen Treueschwur zelebriert haben. Die Leute aus dem nahegelegenen Wohlmannsgesees glaubten an ein Bankett der Hexen mit Kinderfleisch und Menschenblut. Deshalb munkelt man, dass es dort in der Nacht nicht ganz geheuer sei. © Volkan Tural

15 von 16
15/16 - Die Lochgefängnisse in Nürnberg: Unter dem Rathaus bekommen hartgesottene Besucher einen Einblick in ein schauriges Kapitel Nürnberger Justizgeschichte und können sich in den Folterkellern und Todeszellen auch testweise die Daumenschrauben anlegen lassen. Einerseits verspürt man bei der Tour durch die niedrigen und kahlen Räume wohligen Grusel, andererseits auch ein Gefühl der Beklemmung angesichts der unsäglichen Qualen, die den Delinquenten hier einst zugefügt wurden. Unter anderem ließ sich Dracula-Autor Bram Stoker bei einem Besuch in der Frankenmetropole von der damals noch in Nürnberg präsentierten Eisernen Jungfrau, einem mittelalterlichen Folterungs- und Hinrichtungsgerät, zu seiner Gruselgeschichte "Die Squaw" inspirieren. © Michael Matejka

16 von 16
16/16 - Die Uhlberg-Kapelle bei Auernheim: Vor allem auf viele junge Leute übt die Ruine der St. Ulrichs-Kapelle eine große Anziehungskraft aus. Zahlreiche Mystery-Seiten und einschlägige Chatrooms im Internet beschäftigen sich mit den angeblichen übersinnlichen Phänomenen an diesem abgelegenen Ort, unter anderem soll auch dort eine weiße Frau spuken. Allerdings wird die Ruine immer wieder für wilde Partys und okkulte Veranstaltungen missbraucht, leere Flaschen und Getränkedosen sowie Schmierereien an den Wänden sind die Folge. Das nahegelegene Jagdhaus musste vor einigen Jahren nach heftigem Vandalismus sogar abgerissen werden. © Hubert Stanka
Anzeige