Taipeh/Peking - Taifun „Champi“ steuert auf Taiwan und China zu. Der Sturm brach bereits eine Höchstmarke in der diesjährigen Taifun-Saison. Die Menschen vor Ort erwarten Flugausfälle und Unwetter.

Taiwan und China wappnen sich gegen den herannahenden Taifun „Champi“. In Taiwan sagten erste Airlines bereits Flüge zur japanischen Insel Okinawa ab. Zudem gab die Wetterbehörde des Inselstaates mit mehr als 23 Millionen Einwohnern eine Warnung für die Gewässer östlich und nördlich von Taiwan aus. 

„Champi“ kreiste am Donnerstag über dem Pazifik in der stärksten Kategorie als Super-Taifun mit Böen von Tempo 220 und näherte sich Taiwan von Südosten her. Die Meteorologen erwarten, dass sich der Sturm abschwächen und vor allem Taiwans Nordosten ab dem späten Abend (Ortszeit) heftige Regenfälle bringen wird. 

Auswirkungen in China

Der Taifun dürfte nach bisherigen Vorhersagen dann in Richtung Norden abdrehen und am Samstag den Südosten Chinas streifen. In den gefährdeten Provinzen Zhejiang und Fujian gaben die Behörden Warnungen aus und riefen Fischerboote zurück in den Hafen, wie chinesische Staatsmedien berichteten. 

In den betroffenen Gebieten werden Sturm und starke Regenfälle erwartet. Zhejiangs Behörden teilten zudem mit, einige Fährverbindungen abgesagt und Bauarbeiten an der Küste unterbrochen zu haben. 

„Champi“ zieht weiter

Die Meteorologen erwarten, dass der Taifun anschließend über das Ostchinesische Meer weiter in Richtung Osten abdreht. Dabei könnte „Champi“ abgeschwächt in der Kategorie Tropensturm auf seinem Weg nach Japan auch den Süden Südkoreas streifen. 

„Champi“ ist nach chinesischen Angaben der 30. Taifun in der diesjährigen Saison im Pazifik. Am Mittwoch, als er sich über Philippinischen Meer befunden hatte, wuchs er gemessen an den anhaltenden Spitzenwindgeschwindigkeiten vorübergehend zum bislang stärksten Taifun in diesem Jahr an.