Nürnberg - Nach einem Jugendfußballspiel in Nürnberg kam es zu einer größeren körperlichen Auseinandersetzung. Die Polizei stellte die Personalien von mehr als 70 Menschen fest. Jetzt haben sich die Vereine geäußert.

Was als spaßiger D-Jugend-Kick begann, endete in einer Prügelei: Am Samstagvormittag ist es auf dem Sportgelände der SpVgg Mögeldorf 2000 zu körperlichen Streitigkeiten zwischen zahlreichen Beteiligten gekommen. Nach Angaben der Polizei waren Spieler, Betreuer, Eltern und Zuschauer beider Mannschaften beteiligt, wie die Polizei berichtet.

Gegen 10.45 Uhr ging bei der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Mittelfranken ein Notruf ein. Gemeldet wurde eine größere Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen. Daraufhin rückten mehrere Dutzend Polizeikräfte zum Sportplatz der SpVgg Mögeldorf 2000 aus. Als die Streifen eintrafen, hatte sich die Lage bereits beruhigt, heißt es im Polizeibericht.

Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei kam es nach dem Schlusspfiff zunächst zu verbalen Streitigkeiten. Diese entwickelten sich zu körperlichen Auseinandersetzungen, an denen offenbar Personen aus beiden Mannschaftslagern beteiligt waren. Die Einsatzkräfte trennten die Beteiligten und stellten die Personalien von mehr als 70 Beteiligten fest.

SpVgg Mögeldorf berichtet von mehreren Verletzten

In einer Stellungnahme erklärt die SpVgg Mögeldorf 2000 ihr Bedauern über die Vorfälle. Nach internen Gesprächen sei der Ablauf wie folgt gewesen: Nach dem Schlusspfiff sei es zu körperlichen Übergriffen auf Spieler und Verantwortliche des Vereins gekommen. Auch Trainer und der Mannschaftsarzt seien angegriffen worden, als sie versucht hätten, andere Beteiligte zu schützen und die Situation zu beruhigen.

„Mehrere Personen unseres Vereins wurden dabei verletzt“, teilt Vorstand Harald Winter mit. Der Verein macht jedoch keine Angaben dazu, wer die Angriffe ausgeführt haben soll. Da die Vorfälle Gegenstand polizeilicher Ermittlungen und einer Aufarbeitung durch den Bayerischen Fußball-Verband (BFV) seien, könne man zum genauen Ablauf und zu einzelnen Personen derzeit keine weiteren Angaben machen.

Besonders betroffen zeigt sich der Verein darüber, dass zahlreiche Jugendliche die Auseinandersetzungen miterleben mussten, so die Stellungnahme. Gewalt habe auf und neben Sportplätzen keinen Platz, „erst recht nicht im Jugendbereich“, heißt es weiter. „Wir unterstützen die Ermittlungen der Polizei und die Aufarbeitung durch den BFV, um zur vollständigen Klärung der Ereignisse beizutragen.“

Wer wen angegriffen hat, ist unklar

Auf Nachfrage erklärt die Polizei, dass es sich bei den festgestellten Verletzungen um leichte Verletzungen gehandelt habe, etwa Schürfwunden und blaue Flecke. Vor Ort habe niemand medizinisch behandelt werden müssen.

Wer bei der Auseinandersetzung wen angegriffen hat, ist nach Angaben der Polizei bislang nicht geklärt. Die Ermittlungen der Polizeiinspektion Nürnberg-Ost dauern an. Es stehen noch Zeugenvernehmungen aus. Ob diese zur Klärung des Geschehens beitragen, ist allerdings offen.

SG Quelle Fürth äußert sich nicht öffentlich

Die Begegnung fand zwischen der SpVgg Mögeldorf 2000 und der SG Quelle Fürth statt. Die SG Quelle Fürth will sich zu den geschilderten Ereignissen nicht äußern. „Wir bitten um Verständnis, dass wir zu den geschilderten Ereignissen derzeit keine öffentliche Stellungnahme abgeben möchten“, erklärte Sebastian Bierl von der Geschäftsstelle Organisation Trainings- und Spielbetrieb.


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