
Ein wahres Horrorszenario ereignete sich letzten Freitag in Hirschaid, Landkreis Bamberg, kurz vor dem Ortschild. Ein Schulbus, welcher wie jeden Tag Kinder zum Unterricht bringen sollte, stand lichterloh in Flammen und brannte daraufhin komplett aus. Dank des zügigen Handelns aller Beteiligten kamen die Schüler glimpflich davon. Nun meldet sich der 64-jährige Fahrer des Busses zu Wort. Was passiert wäre, wenn der Bus bereits im Ort in Flammen aufgegangen wäre, will sich „Harry“ gar nicht ausmalen, wie es in einem Facebook-Beitrag des Marktes Hirschaid heißt.
Harry, so wird der Fahrer von seinen Passagieren auch genannt, bedankt sich für das schnelle Eintreffen der Feuerwehr Hirschaid, Sassanfahrt und Köttmansdorf unter der Leitung von Kreisbrandmeister Tobias Dütsch, der Polizeiinspektion Bamberg Land, sowie bei allen Notärzten und Sanitätern.
Anwohner rannten mit Feuerlöschern aus ihren Häusern
Auch für die besonders schnelle Reaktion der Anwohner will sich Harry bedanken. Diese wären sofort aus ihren Häusern gerannt und den Kindern zur Hilfe geeilt. „Ein Anwohner kam mit einem Feuerlöscher, ein anderer kümmerte sich um die Kinder und begleitete sie sicher aus der Gefahrenzone“, sagt der 64-Jährige. Nicht zu vergessen sei der moralische Beistand, den ihm andere leisteten.
Ohne die Schulkinder hätte Harry jedoch gar nicht so schnell handeln können, meint er. Diese waren es nämlich, die den Rauchgeruch zuerst bemerkt hatten und ihn darauf aufmerksam gemacht haben. „Nicht zu vergessen meine Buskinder. Vor allem ihnen ist es durch ihr schnelles und besonnenes Verhalten zu verdanken, dass niemand verletzt wurde“, rechnet er den 31 Kindern in seinem Beitrag hoch an.
Busfahrer Harry: „Ich bin kein Held“
Sich selbst sieht Busfahrer Harry nicht im Vordergrund. „In keinster Weise fühle ich mich als Held, so wie es in vielen Medien dargestellt wurde. Ich denke, an diesem Tag waren wir alle Helden. Die Helden von Hirschaid!“, heißt es von ihm. Nur durch das rasche Handeln aller Beteiligten hätten die Kinder so schnell gerettet werden können. Für die Dankesworte und kleinen Aufmerksamkeiten von Seiten der Kinder und deren Eltern bedanke er sich aber trotzdem, er habe sich sehr darüber gefreut.
