Nürnberg - TikTok, Instagram, SnapChat und Co. - bereits in jungen Jahren treiben sich viele Kinder in den sozialen Netzwerken herum. Nun meldet sich die Bildungsreferentin der Stadt Nürnberg zu Wort.

Am 14. Oktober hat die Bundesregierung einen Eckpunkteplan für den Kinder und Jugendschutz in den sozialen Medien beschlossen. Netzwerkbetreiber sollen stärker in die Verantwortung genommen werden und unter 13-Jährige sollen sich keine Accounts erstellen können. Außerdem sollen laut der Bundesregierung suchtfördernde Designs und algorithmische Empfehlungsmechanismen deaktiviert werden. So werden Eltern entlastet, die sich dadurch nicht selbst mit der umfassenden Sicherung der Geräte ihrer Kinder auseinandersetzen müssen.

Die Bildungsreferentin der Stadt Nürnberg, Cornelia Trinkl, begrüßt das von der Bundesregierung vorgestellte Eckpunktepapier zum Kinder- und Jugendschutz auf Social Media und fordert eine zügige Umsetzung in verbindliche Regelungen. Die vorgelegten Eckpunkte greifen zentrale Empfehlungen der Expertenkommission auf und setzen ein wichtiges Signal für den Schutz von Kindern und Jugendlichen in der digitalen Welt.

Tinkl: Unbeschwerrte Kindheit ist ein Recht

„Kinder und Jugendliche haben ein Recht auf eine unbeschwerte Kindheit und auf Räume, in denen sie sich sicher entwickeln, lernen und beteiligen können. Die zunehmende Verlagerung ihres Alltags in soziale Medien macht klare Schutzstandards notwendig. Es ist unser gemeinsames Ziel, sie nicht vom digitalen Leben auszuschließen, sondern sie stark, kritisch und selbstbestimmt für einen verantwortungsvollen Umgang damit zu machen“, erklärt Cornelia Trinkl.

Social Media: Schule darf mit Verantowrtung nicht allein gelassen werden

„Schule leistet hier einen wichtigen Beitrag zur Medienkompetenz. Sie kann und darf jedoch nicht allein verantwortlich sein. Umso entscheidender ist ein gesamtgesellschaftliches Zusammenwirken: Plattformbetreiber müssen wirksame Schutzmechanismen und altersgerechte Angebote sicherstellen, Eltern brauchen verlässliche Informationen und praktische Unterstützung, und die Politik muss schnell verbindliche Leitlinien schaffen.“, sagt Tinkl in einer Pressemitteilung.

Das Eckpunktepapier sieht unter anderem vor, dass Kinder unter 13 Jahren keine Accounts auf Social-Media-Plattformen erstellen dürfen. Angesichts wachsender Herausforderungen für die psychische Gesundheit, steigender Ablenkung und zunehmender Belastungen im digitalen Alltag sei ein rasches Handeln geboten. „Die Weichen sind gestellt. Jetzt kommt es darauf an, aus den Eckpunkten schnell wirksame Gesetze und klare Verantwortlichkeiten zu machen – zum Schutz unserer Kinder und zur Stärkung ihrer Chancen in der digitalen Welt“, so Trinkl abschließend.