Nürnberg - Gegen Energie Cottbus hat sich Mohamed Ali Zoma die Schulter ausgekugelt und musste frühzeitig runter. Nun hat der FCN bekanntgegeben, dass der Angreifer sich einer Operation unterziehen muss - und lange fehlen wird.

Der Traumstart des 1. FC Nürnberg in die Saison 2026/2027 ist vor allem mit einem Namen verbunden: Mohamed Ali Zoma. Der 22-Jährige erzielte sieben Treffern in den ersten acht Partien und hat maßgeblichen Anteil daran, dass viele Nürnberger Anhänger vom Aufstieg in die Bundesliga träumen. Seinen Marktwert schraubte er der Plattform transfermarkt.de zufolge in wenigen Wochen von acht Millionen Euro (vor der Saison) auf fantastische 20 Millionen Euro. Und ihm gelang ein absolutes Novum: Als erster Spieler der 2. Bundesliga überhaupt debütierte er in der vergangenen Länderspielpause für die italienische A-Nationalmannschaft.

Umso schmerzhafter für den 1. FC Nürnberg und Zoma selbst, dass der Goalgetter nun lange pausieren muss. Beim Auswärtsspiel in Cottbus (1:1) kugelte sich Zoma die Schulter aus und musste nach gut einer halben Stunde ausgewechselt werden. Die schlimmen Befürchtungen über eine lange Ausfallzeit des Angreifers scheinen sich zu bewahrheiten: Wie der Verein am Montag mitteilte, muss Zoma an der Schulter operiert werden. Zwar soll der Eingriff „zeitnah“ vollzogen werden, dennoch geht der 1. FC Nürnberg davon aus, dass Zoma „mindestens bis zur Winterpause fehlen“ wird.

Schwere Spiele ohne Zoma - wer ersetzt den Goalgetter?

Bedeutet: Voraussichtlich muss der FCN bis einschließlich des 16. Spieltages, also fast die Hälfte der Hinrunde, ohne seinen treffsichersten Akteur auskommen. Zoma verpasst damit drei Duelle gegen derzeit scharfe Verfolger: Das Topspiel am kommenden Samstag gegen den 1. FC Kaiserslautern, das Gastspiel beim 1. FC Heidenheim am 13. Spieltag und das Auswärtsspiel in Magdeburg zwei Wochen darauf. Alle Hoffnungen dürften darauf ruhen, dass Zoma zum Auftakt der Rückrunde wieder zur Verfügung steht, wenn am 17. Spieltag das schwere Auswärtsspiel beim derzeitigen Spitzenreiter Hertha BSC Berlin ansteht.

Joti Chatzalexiou sieht die Mannschaft jedenfalls gut genug aufgestellt, um den Ausfall des Unterschiedsspielers zu kompensieren: „Miro hat es bereits unmittelbar nach dem Spiel gesagt: Wir haben Qualität im Kader und gute Jungs, die sich nun noch mehr zeigen können“, zitiert der 1. FC Nürnberg seinen Sportvorstand. Gegen Energie Cottbus kam William Böving für Zoma in die Partie, auch Rayan Ghrieb könnte auf Linksaußen einspringen, der zuletzt für den ebenfalls verletzten Finn Becker in die Startelf rückte. In dem Fall könnte Justvan wieder auf den rechten Flügel rotieren und Rafael Lubach die Position hinter der Angriffsreihe begleiten.